BIBERACH — Famili­en­freund­lich­keit, Gleich­stel­lung und Diver­si­tät: Die Hochschu­le Biber­ach (HBC) setzt ganz bewusst Akzen­te als offene Hochschu­le in einer offenen Gesell­schaft. Für ihre Gestal­tung einer leben­di­gen und vielfäl­ti­gen Hochschu­le mit familiä­rer Atomsphä­re erhielt sie nun zum dritten Mal in Folge das Zerti­fi­kat „audit famili­en­ge­rech­te hochschu­le“. Das Zerti­fi­kat wird vom Kurato­ri­um der beruf­und­fa­mi­lie Service GmbH als Quali­täts­sie­gel für eine strate­gisch angeleg­te famili­en- und lebens­pha­sen­be­wuss­te Perso­nal­po­li­tik verge­ben. Erstmals erhielt die Hochschu­le im Jahr 2015 die Auszeichnung. 

„Durch eine Vielzahl an Angebo­ten und Maßnah­men möchten wir die Attrak­ti­vi­tät als Studi­en- und Arbeits­stät­te unter­strei­chen“, sagt Thomas Schwäb­le, Kanzler der Hochschu­le Biber­ach. Die vergan­ge­nen Monate der Pande­mie hätte die Gesell­schaft insge­samt gelehrt, wie wichtig sozia­le Begeg­nun­gen und famili­en­freund­li­che Orte sind. Das Thema Verein­bar­keit habe dadurch einen neuen Stellen­wert erhal­ten, dem auch die Hochschu­le gerecht werden müsse und wolle. Vieles an der HBC sei in den vergan­ge­nen Monaten durch Zusam­men­halt, indivi­du­el­le Lösun­gen und großem Engage­ment gelun­gen – nun gelte es die gemach­ten Erfah­run­gen in Konzep­te zu gießen, um die HBC als Arbeits- und Studi­en­ort attrak­tiv zu halten. 

Beispiel­haft nennt Schwäb­le die indivi­du­el­le Gestal­tung der Arbeits- und Studi­en­zeit angepasst an familiä­re Bedürf­nis­se, die durch die Betreu­ung kleiner Kinder oder die Pflege von Angehö­ri­gen entste­hen. Famili­en­the­men will der Verwal­tungs­chef auch in seinem Verant­wor­tungs­be­reich Verwal­tung 4.0 und bezogen etwa auf die Perso­nal­ent­wick­lung einflie­ßen lassen. Einen Schwer­punkt wird die Hochschu­le in diesem Jahr zudem auf die Themen Diver­si­ty und Inclu­si­on legen, so Frauke Zimmer­mann von der Zentral­stel­le für Gleich­stel­lung und Diver­si­ty. „Mit verschie­de­nen Aktio­nen wollen wir die Hochschu­le sensi­bi­li­sie­ren und so eine geleb­te Kultur etablie­ren, die geprägt ist von Offen­heit und Akzeptanz“.

Voraus­set­zung für die Zerti­fi­zie­rung ist das erfolg­rei­che Durch­lau­fen des Re-Auditie­rungs­pro­zes­ses, in dem der Durch­drin­gungs­grad der bereits umgesetz­ten vorhan­de­nen famili­en- und lebens­pha­sen­be­wuss­ten Maßnah­men in den Blick genom­men wurde. In diesem Verfah­ren überprüf­te ein Audit-Vertre­ter den Rahmen und die Kultur der Verein­bar­keits­po­li­tik an der HBC und spiegel­te der Hochschul­lei­tung die Ergebnisse.

Die definier­ten Maßnah­men, die in einer Zielver­ein­ba­rung festge­hal­ten worden sind, gilt es nun während der dreijäh­ri­gen Zerti­fi­kats­lauf­zeit bedarfs­ge­recht zu reali­sie­ren. Die prakti­sche Umset­zung wird von der beruf­und­fa­mi­lie Service GmbH jährlich überprüft.