ISNY – Schwarz-weiß sind alle 136 Bildzei­chen, die der Grafik­de­si­gner Otl Aicher zwischen 1977 und 1985 für Isny entwor­fen hat. Sie entstan­den nach und nach, anlass­be­zo­gen und aus Eindrü­cken Aichers heraus, die er auf Streif­zü­gen durch Stadt und Region sammel­te. In ihrer Gesamt­heit zeich­nen sie ein Portrait Isnys inmit­ten des Allgäus. Dieser Idee folgt das Jubilä­um isnyaicher22 von Mai bis Oktober mit Ausstel­lung und Veran­stal­tungs­pro­gramm. Beides nimmt mit hinein in die Stadt und erzählt authen­ti­sche Geschichten.

Anläss­lich des 100. Geburts­tags von Otl Aicher präsen­tiert die Ausstel­lung im aicher­ma­ga­zin die origi­na­len Bildzei­chen, die Aicher einst für Isny schuf. Sie bildet den Mittel­punkt des Jubilä­ums isnyaicher22, das mit freund­li­cher Unter­stüt­zung der Baden-Württem­berg Stiftung dieses Jahr zur Begeg­nung mit Aicher und Isny einlädt. Genau wie Aicher will die Ausstel­lung einla­den, die Motive wirken zu lassen. Sie will – wie Aicher — der Fanta­sie Raum geben. Und sie will – wie Aicher – vom echten Isny erzäh­len. Karin Konrad vom Projekt­team der Isny Marke­ting GmbH erklärt begeis­tert: „Die Ausstel­lung ergänzt die visuel­len Geschich­ten, die Aicher durch die Bildzei­chen schuf, mit hörba­ren Geschich­ten, die von der Stadt hinter den Motiven erzählen.“

Diplom­bio­lo­ge Stefan Hövel, Kräuter­kund­le­rin Gerti Epple, Wetter­ex­per­te Roland Roth, Schrift­stel­ler Günther Herbur­ger, Bäcker­meis­ter Andre­as Mayer – fünf von vielen Persön­lich­kei­ten mit einer Verbin­dung zu Isny, deren Beiträ­ge die Ausstel­lungs­be­su­cher mithil­fe des eigenen Smart­pho­nes zu hören bekom­men. Neben den Aicher­schen Bildzei­chen stehen QR-Codes, die das Zuhören ermög­li­chen: Inter­views, Gedich­te, Anekdo­ten aus alter oder jünge­rer Zeit, Erzäh­lun­gen, Histo­ri­sches, Auszü­ge aus Romanen und Mundart­bei­spie­le nehmen mit hinein in die Refor­ma­ti­ons­zeit, in die Wälder, vorbei am Ursprung der Ach, hinein in die Garten­häu­ser, hinein ins Rathaus, in die Moore und Mühlen, auf den „Isnar Wucha­markt“, in die Gasthäu­ser und Eiskel­ler, in die Bauern­häu­ser und zu den Tieren, auf die Skisprung­schan­zen und über die Wiesen — Kurz: hinein in das echte Isnyer Leben, das Otl Aicher einst zu seiner bahnbre­chen­den Kommu­ni­ka­ti­ons­idee, dem Erschei­nungs­bild für Isny, inspirierte.

Es geht auch um die Menschen

Von Aicher sei die Aussa­ge überlie­fert, dass er „diese Landschaft mit ihren Menschen liebe“, erzählt Konrad. „Nicht nur in der Ausstel­lung begeg­net man deswe­gen vielen verschie­de­nen Persön­lich­kei­ten, die hinein­ho­len in Stadt, Natur und Kultur, sondern auch im Rahmen des Veran­stal­tungs­pro­gramms.“ Unter anderem laden Kräuter­kund­le­rin Cordu­la Brack zur Kinder­kräu­ter­füh­rung, die Allgäu­er Wildkräu­ter­frau Gerti Epple zum Waldba­den oder Adelegg Ranger Tobias Boneber­ger zur Exkur­si­on zu den Tieren des Waldes. Isnyer Exper­ten nehmen die Teilneh­mer mit hinein in die Natur­räu­me, ins ländli­che Leben und erzäh­len von ihrem Allgäu. Es geht zum Boschen­hof in Boschen-Friesen­ho­fen, in die Käskü­che, auf den Mösle-Hof in