Die Zahl der Corona-Fälle steigt in Indien rapide. Jetzt gibt es einen trauri­gen Höchst­wert zu vermelden.

NEU DELHI (dpa) — In Indien hat die Zahl der Corona-Neuin­fek­tio­nen einen neuen Höchst­wert erreicht. Binnen 24 Stunden seien 152.879 neue Fälle regis­triert worden, teilte das Gesund­heits­mi­nis­te­ri­um in Neu Delhi am Sonntag mit.

Zudem wurden im gleichen Zeitraum 839 Todes­fäl­le im Zusam­men­hang mit dem Corona­vi­rus verzeich­net. Die Zahl der erfass­ten Toten seit Beginn der Pande­mie stieg damit auf mehr als 169.270.

In absolu­ten Zahlen ist Indien mit insge­samt mehr als 13,3 Millio­nen bestä­tig­ten Infek­tio­nen in absolu­ten Zahlen das am dritt­stärks­ten betrof­fe­ne Land — nach Brasi­li­en und den USA.

Die Zahl der Corona-Fälle war in dem südasia­ti­schen Land mit 1,3 Milli­ar­den Einwoh­nern in den vergan­ge­nen Wochen immer schnel­ler gestie­gen. Trotz­dem gab es bis vor kurzem kaum Einschrän­kun­gen des öffent­li­chen Lebens. Inzwi­schen wurden in der Haupt­stadt Neu Delhi und mehre­ren Bundes­staa­ten Notmaß­nah­men wie nächt­li­che Ausgangs­be­schrän­kun­gen und Schul­schlie­ßun­gen verhängt.

Unter­des­sen starte­te die Regie­rung am Sonntag mit einem sogenann­ten «Impf-Festi­val» eine großan­ge­leg­te Impfak­ti­on, um die maxima­le Anzahl berech­tig­ter Menschen gegen das Virus zu impfen. Seit Anfang April werden in Indien — nach Gesund­heits­per­so­nal und Polizis­ten — auch Menschen ab 45 Jahren geimpft.

Bislang wurden nach offizi­el­len Angaben mehr als 100 Millio­nen Dosen verab­reicht. Mehre­re Bundes­staa­ten berich­te­ten jedoch, dass Impfstoff knapp werde, darun­ter das beson­ders betrof­fe­ne und reiche Maharas­tra mit der Finanz­me­tro­po­le Mumbai. Dort wurde auch von einem Mangel an Kranken­haus­bet­ten berichtet.