FRIEDRICHSHAFEN — Wie schon gegen Frank­furt und Giesen ging der VfB Fried­richs­ha­fen auch im letzten Spiel der Normal­run­de in der 1. Volley­ball Bundes­li­ga über die volle Distanz. Am Samstag­abend gewan­nen die Häfler in der heimi­schen Zeppe­lin CAT Halle A1 gegen die SVG Lüneburg mit 3:2 (25:21, 23:25, 25:23, 22:25, 15:9) und bleiben damit im 17. Ligaspiel in Folge ungeschla­gen. Cheftrai­ner Micha­el Warm starte­te nur im ersten Satz mit seiner vermeint­li­chen Start­for­ma­ti­on und rotier­te in der Folge fleißig durch. Schon am kommen­den Mittwoch geht es für die Häfler ins erste Spiel der Playoff-Viertel­fi­nals. Gegner sind die Volley­ball Bisons aus Bühl.

Arno van den Velde, Linus Weber, Martti Juhka­mi und schließ­lich Dejan Vincic mit dem Ass — die ersten vier Punkte der Partie gegen die SVG Lüneburg gingen an die Häfler. Erst Jordan Ewert beende­te den Frühstart der Häfler (4:1). Lüneburg, in Sachen besse­rer Playoff-Ausgangs­la­ge zum Siegen gezwun­gen, musste sich etwas einfal­len lassen. Und weil es mit Gewalt nicht vorbei ging am VfB-Block, fand vor allem Lindberg immer wieder die Block­hän­de von Vincic (11:9, 14:12) und damit ein Mittel, Fried­richs­ha­fen Paroli zu bieten. Nach einem Ball durch den Häfler Block war Lüneburg sogar wieder dran (14:13).

Das Team von Cheftrai­ner Micha­el Warm blieb aber gelas­sen und Vincic hatte keine Lust mehr, sich von Lindberg anschla­gen zu lassen. Der Kapitän schraub­te sich hoch, beför­der­te Lindbergs Lob auf den Boden des Gegners und jubel­te mit einem Lächeln im Gesicht Scout Radomir Vemic hinter der Bande zu (16:13). Vier Aufschlä­ge von Linus Weber — zwei davon direkt als Ass — reich­ten, um es wieder komfor­ta­bler zu machen (19:14). Marcus Böhme und Arno van de Velde hatten durch die Mitte leich­tes Spiel und besorg­ten die Satzbäl­le (23:16, 24:17). Dass es dann am Ende doch nur ein 25:21 wurde, war maximal ein Schönheitsfehler.

Warm gab Weber eine Pause und setzte auf Lukas Maase über die Diago­nal­po­si­ti­on. Der Start in Satz zwei war aller­dings wieder ein Abzieh­bild des ersten. Lindberg und Peemül­ler droschen ihre Angrif­fe ins Aus, van de Velde block­te den Hinter­feld­an­griff von Ewert und Marechal machte es ganz geschickt am Block vorbei (4:0). Maase fügte sich ebenfalls mit einem Block ein (7:3), traf mit dem Angriff aber nur die Anten­ne. Mit kleinen Schrit­ten fummel­te sich die SVG zurück ins Spiel und mit Körners Ass heran (14:13). Weil die Angrif­fe bei Fried­richs­ha­fen ungenau­er wurden und die Eigen­feh­ler zunah­men, führte Lüneburg dann zur Cruncht­i­me (16:18). Trotz­dem Maase sein Team zwei Mal heran­brach­te (17:18, 18:19), vertei­dig­te die SVG jetzt clever und wurde für die eigenen Mühen belohnt (19:22). Die bis dahin längs­te Rallye ging noch sehens­wert an den VfB (23:24). Krage machte es dann aber humor­los durch die Mitte (23:25).

Etwas ausge­gli­che­ner ging es dann in den dritten Satz. Bis zur ersten techni­schen Auszeit (7:8) passier­te nicht viel. Nach zwei nahezu endlo­sen Diskus­sio­nen mit dem Schieds­rich­ter auf beiden Seiten (9:9) wurde wieder Volley­ball gespielt. Marechals Ass (12:9) und David Fiel (13:9) — für van de Velde im Spiel — beweg­ten das Pendel wieder in Richtung der Hausher­ren. Lüneburg kam mit starken Aufschlä­gen erneut heran (14:14). Schlim­mer noch für den Tabel­len­füh­rer: Lüneburg kämpf­te sich mit viel Herz in der Vertei­di­gung in Führung (18:20). Es brauch­te zwei Aufschlä­ge von Nicolas Marechal, die erst Maases Block gegen Ewert (21:21) und dann Juhka­mis Angriff (22:21) vorbe­rei­te­ten, um die Verhält­nis­se gerade zu rücken. Der Este war es auch, der den Satzball heraus schmet­ter­te (24:23). Der Häfler Dreier­block erledig­te den Rest (25:23).

Das Wechseln bei Fried­richs­ha­fen ging weiter. Nun blieb Vincic auf der Bank und Joe Worsley bekam seine Chance. Die ersten Akzen­te setzten aber Maase und Juhka­mi mit ihren Block­punk­ten gegen Ewert und Pörner (3:4, 5:6). Marechal kam nun richtig gut in Schwung und feuer­te aus allen Rohren (10:8, 13:11). Sein Ass zum 15:11 war der vorläu­fi­ge Höhepunkt. Rares Balean kam für Juhka­mi und hatte mit Anpas­sungs­schwie­rig­kei­ten zu kämpfen. Seinen Angriff zum 18:16 machte der junge Rumäne dann aber. In der Folge wurde es wild. Balean und Maase kassier­ten den Block (19:20, 19:21). Weil aber Peemül­ler nur die Anten­ne traf (21:21), ging es Kopf an Kopf ihn die Schluss­pha­se. Ein Ass von Ewert (21:23) und wi