FRIEDRICHSHAFEN — 2013 kam der DVV Pokal­sie­ger zum letzten Mal nicht aus Fried­richs­ha­fen oder Berlin. Dies wird auch 2021 wieder so sein. Denn nach der Nieder­la­ge der BR Volleys im Viertel­fi­na­le, zog nun auch der VfB Fried­richs­ha­fen im Halbfi­na­le gegen die United Volleys mit 2:3 den Kürze­ren. VfB-Geschäfts­füh­rer Thilo Späth-Wester­holt spricht nach der Nieder­la­ge über kurze Vorbe­rei­tungs­zei­ten, über die Leistung der Mannschaft und über seine Enttäu­schung nach dem Pokal-KO.

Herr Späth-Wester­holt, hat ihre Mannschaft gestern das wichtigs­te Spiel der Saison verloren?

Das kann man schon so stehen lassen. Das war zumin­dest das wichtigs­te Spiel der Hinse­rie. Natür­lich waren die Partien in der Champions League auch wichtig. Auch dass wir unser erstes Spiel in der neuen Halle gegen Berlin gewon­nen haben, hatte Bedeu­tung. Aber es ist schon nach wie vor so, dass man im Pokal in diesem Jahr drei Spiele gewin­nen musste, um einen Titel zu holen. Es ist der „einfachs­te Wettbe­werb“ gewesen und die Vorraus­set­zun­gen mit dem Halbfi­na­le zu Hause waren gut. Frank­furt hat bislang noch nicht mit großer Quali­tät überzeugt, aber gegen uns haben sie es geschafft, ihre bislang beste Perfor­mance abzulie­fern. Unser Team war leider nicht in der Lage, die Leistung von der Champions League aus Itali­en zu bestätigen.

Man hatte das Gefühl, dass Frank­furt wirklich gut vorbe­rei­tet auf die Häfler war. Haben die Hessen da einfach einen besse­ren Job gemacht?

Frank­furt hatte eine etwas länge­re Pause und konnte sich sicher ausgie­bi­ger vorbe­rei­ten, weil unsere Spiele in der Champions League ja auch zu sehen waren. Aber dennoch waren ja auch wir vorbe­rei­tet. Bei Frank­furt gab es keine großen Überra­schun­gen in der Aufstel­lung. Die Spieler sind alle bekannt. Beide Mannschaf­ten hatten diesel­ben Vorraussetzungen.

Sie sprechen die Champions League in Itali­en an. Das waren vergan­ge­ne Woche drei Spiele in drei Tagen. Hat die Leistung Ihrer Mannschaft auch mit dieser hohen Belas­tung zu tun und hätten Sie sich vielleicht den Pokal in Turnier­form gewünscht?

Nein. Das soll man nicht als Ausre­de gelten lassen. Die Situa­ti­on mit der Pande­mie fordert eben diesen eng getak­te­ten Zeitplan. Das können wir nicht ändern. Ein Turnier­mo­dus wie bei den Frauen wäre in Fried­richs­ha­fen auch möglich gewesen, aller­dings haben sich andere Mannschaf­ten dagegen entschie­den. Wichtig war, dass wir das Heimspiel hatten, um diesen Vorteil zu haben. Auch wenn wir diesen Vorteil nicht nutzen konnten.

Rückgän­gig machen können Sie die Nieder­la­ge nicht. Aber was erwar­ten Sie sich jetzt vom gesam­ten Team?

Die Mannschaft muss wieder eine größe­re Quali­tät zeigen. Sie hat gestern in vielen Berei­chen enttäuscht. Es gab Licht­bli­cke — ich denke