PFULLENDORF — Am Diens­tag, den 10. Novem­ber 2020, wurde in der Staufer-Kaser­ne in Pfullen­dorf (Baden-Württem­berg), der Heimat des Ausbil­dungs­zen­trums Spezi­el­le Opera­tio­nen, die erste Tiefen­geo­ther­mie-Anlage der Bundes­wehr offizi­ell in Betrieb genommen.

Es handelt sich hierbei um eine Tiefen­geo­ther­mie-Anlage mit zwei Bohrun­gen, die über 1.500 Meter in den Unter­grund reichen. Durch die Förder­boh­rung wird heißes, therma­les Grund­was­ser mit einer Pumpe an die Oberflä­che geför­dert. Mit Hilfe eines Wärme­tau­schers wird dem heißen Grund­was­ser die Wärme entzo­gen, die dann zur Behei­zung der Liegen­schaft genutzt werden kann. Zum Schluss wird das abgekühl­te Wasser zur erneu­ten Erwär­mung über die Injek­ti­ons­boh­rung wieder in die Tiefe trans­por­tiert. Dieser Kreis­lauf wird für Jahrzehn­te klima­freund­li­che Erneu­er­ba­re Energie liefern.

Vor Projekt­start hatten geolo­gi­sche Unter­su­chun­gen in Pfullen­dorf ein geeig­ne­tes Reser­voir an therma­lem Grund­was­ser in einer Tiefe von etwa 1.500