Berlin (AFP) — Wegen der Corona-Krise überschul­de­te Unter­neh­men sollen länger von der Pflicht zum Insol­venz­an­trag befreit bleiben: Das Kabinett beschloss am Mittwoch, diese Antrags­pflicht noch bis Ende des Jahres auszu­set­zen. Derzeit gilt die Ausnah­me­re­ge­lung nur bis Ende September.

“Die Corona-Pande­mie ist noch nicht überwun­den. Die bestehen­de Unsicher­heit macht vielen Unter­neh­men weiter­hin zu schaf­fen”, begrün­de­te Bundes­jus­tiz­mi­nis­te­rin Chris­ti­ne Lambrecht (SPD) den Schritt. Überschul­de­te Unter­neh­men sollten deshalb bis Ende des Jahres weite­re Zeit bekom­men, um sämtli­che Sanie­rungs- und Refinan­zie­rungs­mög­lich­kei­ten auszuschöpfen.

Bei Unter­neh­men, die “ledig­lich überschul­det, aber nicht zahlungs­un­fä­hig” seien, bestehe die Aussicht auf