FRIEDRICHSHAFEN — 15 Jahre lang war Werner Ihde als Schiffs­füh­rer für die Katama­ran-Reede­rei im Einsatz. Vor seinem wohlver­dien­ten Ruhestand „flog“ er kürzlich ein aller­letz­tes Mal mit Katama­ran „Constan­ze“ über den See. Wegbe­glei­ter und Vorge­setz­te empfin­gen Ihde an den Anlegern in Konstanz und Friedrichshafen. 

Seit der „Geburt“ der Katama­ran-Verbin­dung zwischen Konstanz und Fried­richs­ha­fen im Jahr 2005 war Werner Ihde als Schiffs­füh­rer mit an Bord. 15 Jahre lang manövrier­te er abwech­selnd das Katama­ran-Trio „Constan­ze“, „Frido­lin“ und „Ferdi­nand“ im Stunden­takt zwischen Konstanz und Fried­richs­ha­fen. Jetzt steht sein wohlver­dien­ter Ruhestand bevor. „Die Schiff­fahrt war mein Leben, die Komman­do­brü­cke mein zweites Wohnzim­mer. Da fällt der Abschied zwar schwer – aber auf die bevor­ste­hen­de, ruhige­re Zeit freue ich mich trotz­dem“, zieht Ihde Resümee.

Am Häfler-Anleger warte­te auch Norbert Schült­ke, einer der beiden Reede­rei-Geschäfts­füh­rer. „Schiffs­füh­rer wie Werner Ihde machen den Unter­schied. Auf ihn war einfach stets Verlass. Darüber hinhaus konnte jeder seine Begeis­te­rung für die Schiff­fahrt und den Katama­ran im Spezi­el­len spüren“, lobt Schült­ke und überreicht zum Andenken ein gerahm­tes Foto vom Katama­ran mit Abend­stim­mung vor dem Moleturm in Fried­richs­ha­fen. Die Begeis­te­rung für die Schiff­fahrt besteht mittler­wei­le in dritter Genera­ti­on: auch der Sohn von Werner Ihde ist inzwi­schen als Schiffs­füh­rer im Einsatz – genau wie auch schon Ihdes Vater. „Kaum ein anderer Schiffs­füh­rer ist so mit dem See und der Schiff­fahrt verbun­den wie Werner Ihde.

Ein Wunder, dass ihm noch keine Schwimm­häu­te wachsen“, scherzt BSB-Vertre­ter Thomas Geiger, der sich ebenfalls persön­lich und mit Präsen­ten am Anleger in Fried­richs­ha­fen von Ihde verabschiedete.