Die heili­ge Nacht wird still — so viel ist klar. Trotz­dem versu­chen die Kirchen im Land zur Feier von Jesu’ Geburt so viel auf die Beine zu stellen, wie unter Corona-Bedin­gun­gen möglich ist.

Die Lage stelle vor allem die Gemein­den vor große Heraus­for­de­run­gen, erklär­te der badische Landes­bi­schof Jochen Corne­li­us-Bundschuh am Diens­tag in Karls­ru­he nach Gesprä­chen mit der evange­li­schen Landes­kir­che Württem­berg. Die Kirchen wollten alles dafür tun, dass nicht noch mehr Menschen krank werden oder sterben. «Aber zugleich spüren wir, dass die Menschen die Weihnachts­bot­schaft ganz beson­ders brauchen: Gott wird Mensch und bringt Licht in unsere Dunkelheit.»

Die Landes­kir­che empfiehlt, ab einer Inzidenz von 200 Neuin­fek­tio­nen je 100 000 Einwoh­ner inner­halb einer Woche zu digita­len Gottes­dienst­for­ma­ten oder Hausan­dach­ten einzu­la­den. «Bei einer Inzidenz von 300 oder mehr Fällen dürfen keine Präsenz­got­tes­diens­te statt­fin­den, auch nicht im Freien», hieß es in einer Mitteilung.

Die Erzdiö­ze­se Freiburg teilte mit, dass wegen der sehr dynami­schen Situa­ti­on die Planun­gen in den Gemein­den meist noch nicht abgeschlos­sen seien oder unter Vorbe­halt der Corona-Entwick­lung stünden. Wer einen Gottes­dienst besuchen wolle, solle sich aber schon jetzt infor­mie­ren, wie viele Plätze es gibt und wie man sich anmel­det. So könnten Warte­schlan­gen vor den Kirchen vermie­den werden.

Gottes­diens­te gelten auch in den landes­wei­ten Ausgangs­be­schrän­kun­gen als trifti­ger Grund, das Haus zu verlas­sen. Das Erzbis­tum empfiehlt den Gemein­den den Angaben nach aber, Gottes­diens­te so zu planen, dass die Gläubi­gen um 20.00 Uhr zu Hause sein können. Nur für den 24. Dezem­ber gelte diese Empfeh­lung nicht — hier sind also auch Besuche der Christ­met­te — zu einem späte­ren Zeitpunkt am Abend — möglich.

Die Diöze­se Rotten­burg-Stutt­gart kündig­te ähnli­ch