BERLIN (dpa) — Die ungewöhn­li­chen Fälle von Affen­po­cken in westli­chen Ländern sorgen bei vielen Menschen für ein Déjà-vu: Braucht es wie bei Corona mehr Impfschutz in der Bevölkerung?

Bis heute zeugt die Narbe am Oberarm vieler Erwach­se­ner davon: 1967 starte­te die Weltge­sund­heits­or­ga­ni­sa­ti­on (WHO) eine weltwei­te Impfkam­pa­gne gegen Pocken, im Zuge derer Milli­ar­den geimpft wurden.

Es war der Anfang vom Ende der auch Blattern genann­ten Krank­heit. Sie hatte zuvor jahrtau­sen­de­lang gewütet. Selbst bei ägypti­schen Mumien fanden sich pocken­ähn­li­che Hautaus­schlä­ge. Drei von zehn Infizier­ten starben nach Angaben der US-Seuchen­schutz­be­hör­de CDC. Überle­ben­de blieben oft durch Narben gezeich­net. Bereits 1980 erklär­te die WHO die Ausrot­tung der Pocken, der letzt