Die meisten Demons­tran­ten waren am Samstag in Berlin fried­lich. Aber Extre­mis­ten von rechts nutzten die Gelegen­heit und zogen ebenfalls über die Straßen — bis vor den Deutschen Bundes­tag im Reichs­tags­ge­bäu­de. Dort kam es dann zu hefti­gen Szenen.

Stein­mei­er teilte am Sonntag mit: «Reichs­flag­gen und rechts­ex­tre­me Pöbelei­en vor dem Deutschen Bundes­tag sind ein unerträg­li­cher Angriff auf das Herz unserer Demokra­tie. Das werden wir niemals hinneh­men.» Er dankte den Polizis­ten, «die in schwie­ri­ger Lage äußerst beson­nen gehan­delt haben». Am Montag will Stein­mei­er sich mit am Einsatz betei­lig­ten Beamten in seinem Amtssitz Schloss Belle­vue treffen.

Eine große Gruppe Demons­tran­ten gegen die Corona-Politik hatte am Samstag­abend Absperr­git­ter am Reichs­tags­ge­bäu­de in Berlin überwun­den. Sie stürm­ten die Treppe hoch und bauten sich trium­phie­rend und lautstark vor dem verglas­ten Besucher­ein­gang auf. Dabei waren auch die von den sogenann­ten Reichs­bür­gern verwen­de­ten schwarz-weiß-roten Reichs­flag­gen zu sehen, aber auch andere Fahnen. Anfangs standen nur drei Polizis­ten der lauten Menge entge­gen. Nach einer Weile kam Verstär­kung, und die Polizei dräng­te die Menschen auch mit Hilf