Eine Tennis­hal­le und ein Eissport­zen­trum, ein Hotel und eine Kaser­ne. Im ganzen Land verteilt sollen Dutzen­de kleine­rer Impfzen­tren aufge­baut werden, um den ersehn­ten Corona-Impfstoff zu vertei­len. Eine große Frage bleibt unbeant­wor­tet: gibt es genügend Personal?

Nach Angaben des Minis­te­ri­ums von Mittwoch werden in jedem Stadt- und Landkreis je nach Größe ein bis zwei weite­re Kreis­impf­zen­tren aufge­baut. Die sechs bevöl­ke­rungs­reichs­ten Stadt- und Landkrei­se erhal­ten zwei weite­re Zentren, alle anderen einen Stand­ort. Die Städte, Gemein­den und Kreise hatten nach Angaben des Minis­te­ri­ums einen Krite­ri­en­ka­ta­log erhal­ten, um die Anfor­de­run­gen für eine geeig­ne­te Liegen­schaft einschät­zen zu können. Danach konnten sie Stand­or­te vorschla­gen. Während die ZIZ bis Mitte Dezem­ber betriebs­be­reit sein sollen, gilt dies auf Kreis­ebe­ne ab dem 15. Januar 2021.

Ziel ist es, recht­zei­tig zur ersten Liefe­rung des ersehn­ten Corona-Impfstoffs ausrei­chend Zentren für die Logis­tik und Perso­nal­fra­gen rund um die Massen­imp­fung bereit­zu­stel­len. Die großen und auch die kleine­ren Zentren werden durch Mobile Impfteams unter­stützt, die Menschen in Alten- und Pflege­hei­men sowie schwer beweg­li­che Perso­nen versorgen.

Nach den Berech­nun­gen des Minis­te­ri­ums werden pro ZIZ täglich mindes­tens 1500 Impfun­gen veran­schlagt, für die Kreis­impf­zen­tren (KIZ) sind täglich etwa 800 Impfun­gen geplant. Insge­samt werde das Land vorbe­rei­tet sein, neun Millio­nen Baden-Württem­ber­ger impfen zu lassen, hatte Lucha zuletzt versichert.

Unklar ist aller­dings nach wie vor, wer in den Zentren und Mobilen Teams arbei­ten kann — und wer es tun wird. «Zur Perso­nal­ge­stel­lung wird es notwen­dig sein, alle freien Kapazi­tä­ten zu sammeln», teilte das Minis­te­ri­um nur mit, ohne Details zu nennen. Aller­dings werde das Perso­nal aus nur einem Bereich wie zum Beispiel den Kranken­häu­sern nicht ausrei­chen. Hier seien auch die Kassen­ärzt­li­che Verei­ni­gung Baden-Württem­berg (KVBW), die Landes­ärz­te­kam­mer, die Baden-Württem­ber­gi­sche Kranken­haus-Gesell­schaft und Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen gefragt.

Laut Konzept sind in einem ZIZ jeweils 122 Perso­nen für einen Zwei-Schicht-Betrieb notwen­dig. Für die neun ZIZ wären das insge­samt 1098 Menschen. Bei den KIZ rechnet die Landes­re­gie­rung mit 72 Perso­nen im Zwei-Schicht Betrieb, in Summe also 3600 Menschen für alle 50 KIZ. Gesucht werden neben Ärzten auch medizi­ni­sches Fachper­so­nal, Securi­ty-Mitar­bei­ter, Dolmet­scher, Fahrer, Reini­gungs­kräf­te und Aushil­fen für die Regis­trie­rung. An manchen Stand­or­ten soll auch die Bundes­wehr einge­setzt werden.

Nach frühe­ren Angaben kostet die Umset­zung der Corona-Impfun­gen das Land von Mitte Dezem­ber an und bis Mitte April rund 60 Millio­nen Euro allein für die Perso­nal- und Sachkos­ten in den Impfzen­tren. Die Beschaf­fung des Impfbe­stecks und die Impfstoff-Logis­tik sind bereits mit 15 Millio­nen Euro veran­schlagt und geneh­migt. Die Kosten trä