KIEW/LYMAN (dpa) — Der ukrai­ni­sche Präsi­dent Selen­skyj betont, künfti­ge Kriege seien nur mit einem Sieg über den russi­schen Aggres­sor zu verhin­dern. In Lyman wurde ein Massen­grab entdeckt. Die Nachrich­ten im Überblick.

Nach dem Abzug russi­scher Truppen aus der Stadt Lyman im Osten der Ukrai­ne haben die Behör­den nach eigenen Angaben rund 200 Gräber und ein Massen­grab gefun­den. Mit den Exhumie­run­gen sei bereits begon­nen worden, schrieb der Militär­gou­ver­neur des Gebiets Donezk, Pawlo Kyrylen­ko, am Freitag­abend in seinem Kanal im Nachrich­ten­dienst Telegram. Dazu veröf­fent­lich­te er Fotos, die viele kleine Holzkreu­ze und Einsatz­kräf­te in weißen Schutz­an­zü­gen zeigten. Die zeitwei­se von russi­schen Truppen besetz­te strate­gisch wichti­ge Klein­stadt war von den Ukrai­nern Anfang Oktober zurück­er­obert worden.

Bei den Toten könne es sich ersten Erkennt­nis­sen zufol­ge sowohl um ukrai­ni­sche Solda­ten als auch um Zivilis­ten handeln, hieß es. Wie viele Leichen in dem Massen­grab lägen, müsse erst noch ermit­telt werden. Polizei­an­ga­ben zufol­ge sollen unter den getöte­ten Menschen auch mehre­re Klein­kin­der und ganze Famili­en sein.

Bereits am vergan­ge­nen Mittwoch hatten ukrai­ni­sche Medien über den Fund Dutzen­der Gräber in Lyman berich­tet. Einige der Opfer sollen durch hefti­gen Beschuss im Zuge der russi­schen Erobe­rung des Ortes im Mai ums Leben gekom­men sein.

Schon in der Vergan­gen­heit waren nach dem Abzug russi­scher Truppen in verschie­de­nen Teilen der Ukrai­ne Massen­grä­ber gefun­den worden. Inter­na­tio­nal für beson­de­r