KIEW (dpa) — Russland verschleppt angeb­lich ukrai­ni­sche Kinder. Nach Kiewer Angaben geht es um Tausen­de Fälle. Auch beim G20-Gipfel auf Bali ist der russi­sche Angriffs­krieg Hauptthema.

Das ukrai­ni­sche Militär wird nach Worten seines Oberkom­man­die­ren­den Walerij Saluschnyj keine Kompro­mis­se bei der Befrei­ung des Landes von der russi­schen Besat­zung akzeptieren.

Das teilte Saluschnjy nach einem Telefo­nat mit US-General­stabs­chef Mark Milley mit. «Unser Ziel ist es, das gesam­te ukrai­ni­sche Land von der russi­schen Besat­zung zu befrei­en», schrieb Saluschnyj am Montag auf Telegram. Der sonst zurück­hal­ten­de General positio­nier­te sich damit gegen verein­zelt geäußer­te Ratschlä­ge westli­cher Unter­stüt­zer, die Ukrai­ne solle eine Verhand­lungs­lö­sung nicht ausschließen.

Zum Gipfel­tref­fen der Zwanzi­ger-Gruppe großer Indus­trie- und Schwel­len­län­der (G20) ab Diens­tag in Indone­si­en mobili­siert die Ukrai­ne inter­na­tio­na­le Hilfe in einer schwie­ri­gen humani­tä­ren Frage: Es geht um die völker­recht­lich verbo­te­ne Verschlep­pung ukrai­ni­scher Kinder nach Russland. Betrof­fen seien mindes­tens um 11.000 Kinder, deren Namen bekannt seien, sagte Präsi­dent Wolodym­yr Selen­skyj in seiner abend­li­chen Video­an­spra­che. «Aber das sind nur die, von denen wir wissen. In Wahrheit sind mehr verschleppt worden.» Für die Ukrai­ne ist Diens­tag der 265. Tag im A