KIEW/BRÜSSEL (dpa) — Mit der Entschei­dung über den EU-Kandi­da­ten­sta­tus steht die Ukrai­ne vor einem histo­ri­schen Tag. Derweil greift Russland im Osten des Landes mit Artil­le­rie und Raketen an. Die Ereig­nis­se im Überblick.

Während die Ukrai­ne auf den Status eines EU-Beitritts­kan­di­da­ten zusteu­ert, verschärft Russland die Angrif­fe im Osten des Landes. Zum Ziel entwi­ckelt sich immer mehr die strate­gisch wichti­ge Stadt Lyssyt­schansk im Gebiet Luhansk.

Präsi­dent Wolodym­yr Selen­skyj mahnte abermals schnel­le­re Waffen­lie­fe­run­gen an, «um diese teufli­sche Armada zu stoppen und aus den Grenzen der Ukrai­ne herauszudrängen».

Russi­sche Angrif­fe im Osten

Die Positio­nen der ukrai­ni­schen Armee im östli­chen Indus­trie­ge­biet Donbass seien vom russi­schen Militär mit Flugzeu­gen bombar­diert und mit Raketen und Artil­le­rie beschos­sen worden, teilte der General­stab der Ukrai­ne mit. In dem abend­li­chen Lagebe­richt wurden mehr als vier Dutzend Städte und Ortschaf­ten aufge­zählt, die beschos­sen worden seien. Russland setzt stark auf Artil­le­rie, um nach massi­vem Beschuss von Ort zu Ort vorzurücken.

Das russi­sche Militär rückt dabei aus mehre­ren Richtun­gen näher zur Stadt Lyssyt­schansk vor. Sie wird vom benach­bar­ten Sjewje­rodo­nezk von einem Fluss getrennt. Sjewje­rodo­nezk ist inzwi­schen zu großen Teilen unter Kontrol­le der russi­schen Truppen, auch wenn sie immer noch auf Wider­stand treffen. Die russi­sche Führung um Präsi­dent Wladi­mir Putin nennt als ein Ziel des Angriffs­krie­ges, die Kontrol­le über die östli­chen Gebie­te Donezk und Luhansk zu gewinnen.

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