STUTTGART/HAMBURG (dpa) — Immer mehr Menschen nehmen Teleme­di­zin in Anspruch. Auch Frauen, die ihre Schwan­ger­schaft selbst per Medika­ment abbre­chen wollen. Ist das in Ordnung? Die Länder wollen diese recht­li­che Grauzo­ne nun aufhellen.

Schwan­ge­re Frauen können womög­lich künftig in ganz Deutsch­land nach einer ärztli­chen Online-Beratung selbst mit einem Medika­ment abtrei­ben. Die Länder wollen nun gemein­sam mit dem Bund eine rechts­si­che­re Grund­la­ge für diese Möglich­keit erarbei­ten, die teilwei­se schon prakti­ziert werde. Das haben die Minis­ter für Gleich­stel­lung und Frauen am Donners­tag­abend bei ihrer Konfe­renz in Hamburg beschlos­sen, wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr. Es gibt bereits Angebo­te von Ärzten, etwa in Berlin, bei denen Frauen nach der Online-Sprech­stun­de Medika­men­te zum Schwan­ger­schafts­ab­bruch zugeschickt bekom­men — egal, wo sie in Deutsch­land wohnen. Der Antrag für die Initia­ti­ve ging von Baden-Württem­berg aus.

Die zustän­di­ge Staats­se­kre­tä­rin Ute Leidig (Grüne