Das Fahrrad ist ein belieb­tes Fortbe­we­gungs­mit­tel, nicht nur in Corona-Zeiten. Das Land fördert den Ausbau von Radschnell­we­gen. Doch es geht eher stockend voran.

Bei zwölf Projek­ten werde die Planung durch den Bund geför­dert. Damit sei das Land Vorrei­ter bei der Umset­zung von Radschnell­we­gen. Der Landes­ver­band des Allge­mei­nen Deutscher Fahrrad-Clubs (ADFC) zeigte sich trotz der komple­xen Planun­gen zufrie­den. Landes­vor­sit­zen­de Gudrun Zühlke sagte: «Natür­lich würden wir Radfah­ren­den die Radschnell­ver­bin­dun­gen am liebs­ten sofort nutzen können.» Diese entstün­den jedoch nicht im luftlee­ren Raum, sondern in den am dichtes­ten besie­del­ten Gebie­ten im Land. Damit sei klar, dass bei der Reali­sie­rung ein hoher Aufwand entste­he, insbe­son­de­re dort, wo größe­re Bauwer­ke wie Brücken notwen­dig seien.

Das Land Baden-Württem­berg plant und baut drei Radschnell­we­ge als Pilot­pro­jek­te und treibt eigenen Angaben zufol­ge fünf weite­re Radschnell­we­ge im Raum Tübin­gen, Karls­ru­he und Freiburg in eigener Regie voran. Zu den Pilot­pro­jek­ten zählen: Heidel­berg — Mannheim, Heilbronn — Neckar­sulm — Bad Wimpfen und Plochin­gen — Stutt­gart.

Unter­stützt werden durch das Land darüber hinaus folgen­de Radschnell­we­ge in kommu­na­ler Träger­schaft: Fellbach — Schorn­dorf, Lörrach — Schopf­heim, Waiblin­gen — Ludwigs­burg, Gengen­bach — Offen­burg, Baindt — Fried­richs­ha­fen und die Brücke des bereits umgesetz­ten Radschnell­we­ges bei Böblin­gen.

Das Bundes­ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um stellt jährlich bundes­weit 25 Millio­nen Euro zur Förde­rung von Radschnell­we­gen zur Verfü­gung. Das Land habe bereits rund sechs Millio­nen an Mitteln gegeben. Ziel ist es, bis 2030 landes­weit 20 Radschnell­we­ge zu bauen.