LINDAU – Der Landkreis Lindau veröf­fent­licht ab sofort einmal pro Woche auf der Landkreis-Websei­te unter dem Naviga­ti­ons­punkt „Aktuel­le Infor­ma­tio­nen zum Corona­vi­rus“ Zahlen zur aktuel­len Entwick­lung der Corona- Infek­tio­nen im Landkreis Lindau. Veröf­fent­licht werden die Infek­ti­ons­zah­len pro Gemein­de. Die Anzahl der getes­te­ten Perso­nen in der Teststa­ti­on wird ebenso angege­ben, wie aktuel­le Quaran­tä­ne­fäl­le und eine Einschät­zung des Infek­ti­ons­ge­sche­hens allge­mein. Die Infor­ma­tio­nen werden immer freitags aktua­li­siert. „Die Infek­ti­ons­zah­len sind auf einem so hohen Niveau, dass auch in kleinen Gemein­den eine Zuord­nung nicht mehr so leicht möglich ist. Wir können nun auch mit Blick auf den Daten­schutz die Zahlen veröf­fent­li­chen und damit für mehr Trans­pa­renz sorgen“, begrün­det Landrat Elmar Stegmann diese Entschei­dung. Bis jetzt hatte das Landrats­amt mit Verweis auf die vielen kleinen Gemein­den im Landkreis keine detail­lier­ten Zahlen veröf­fent­licht, da Betrof­fe­ne immer wieder von Stigma­ti­sie­run­gen berich­tet hatten.

„Mir ist im Zuge der Trans­pa­renz auch wichtig, dass unsere Bürge­rin­nen und Bürger wissen, was bei uns intern los ist“, so Stegmann bei einem Presse­ge­spräch. Die Arbeits­be­las­tung im Landrats­amt ist aufgrund des Corona-Gesche­hens sehr hoch. Aktuell arbei­ten 83 Mitar­bei­ter, davon 18 exter­ne Kräfte an der Bewäl­ti­gung der vielfäl­ti­gen Aufga­ben. Ein ganzes Stock­werk im Dienst­ge­bäu­de in der Bregen­zer Straße ist ausschließ­lich dem Corona-Team vorbe­hal­ten, andere Fachbe­rei­che mussten deshalb umzie­hen und trotz­dem wird der Platz wieder knapp. Viele Mitar­bei­ter sind an ihrer Belas­tungs­gren­ze. Seit Beginn der Pande­mie sind tausen­de von Überstun­den aufgelaufen.

Einige Beispie­le aus dem tägli­chen Arbeits­ab­lauf: Alle Quaran­tä­ne­fäl­le müssen täglich abtele­fo­niert werden, den ganzen Tag über treffen paral­lel neue positi­ve Testergeb­nis­se ein und sofort beginnt die Ermitt­lung und Eingrup­pie­rung der Kontakt­per­so­nen. Sind Schulen oder Einrich­tun­gen betrof­fen, so müssen aufgrund der oft hohen Anzahl von Betrof­fe­nen alle Kräfte gebün­delt werden. Reihen­tes­tun­gen müssen organi­siert, 2 Beschei­ni­gun­gen für die Quaran­tä­ne erstellt und betrof­fe­ne Menschen beruhigt werden. An einem durch­schnitt­li­chen Tag werden hier etwa 1000 Telefo­na­te geführt. Nicht selten endet der Arbeits­tag erst spät am Abend — und das auch am Wochenende.

Die Mitar­bei­te­rin­nen und Mitar­bei­ter der Info-Hotline sind für die Bürge­rin­nen und Bürgern an 7 Tagen die Woche da, klären offene Fragen, geben Hilfe­stel­lung und haben ein o