Nach einjäh­ri­ger Hänge­par­tie hat die CDU ihre Führungs­fra­ge geklärt. Es bedurf­te einer Stich­wahl, bis feststand: NRW-Regie­rungs­chef Laschet führt künftig die Partei. Eine wichti­ge Perso­na­lie bleibt aber vorerst ungeklärt.

Nordrhein-Westfa­lens Minis­ter­prä­si­dent Armin Laschet ist neuer CDU-Vorsit­zen­der. Der 59-Jähri­ge setzte sich am Samstag beim digita­len Bundes­par­tei­tag in einer Stich­wahl gegen den frühe­ren Unions­frak­ti­ons­chef Fried­rich Merz durch.

Auf Laschet entfie­len 521 der abgege­be­nen 991 Delegier­ten­stim­men, auf Merz 466. Der dritte Kandi­dat für die Nachfol­ge von CDU-Chefin Annegret Kramp-Karren­bau­er, der Außen­po­li­ti­ker Norbert Röttgen, war im ersten Wahlgang ausgeschieden.

Mit der Wahl beende­te die CDU eine fast einjäh­ri­ge Hänge­par­tie, nachdem Kramp-Karren­bau­er im Febru­ar 2020 ihren Verzicht auf eine erneu­te Kandi­da­tur erklärt hatte. Offen bleibt, wer die Union als Kanzler­kan­di­dat in die Bundes­tags­wahl führen wird.

Das Ergeb­nis der Online-Abstim­mung muss nun noch formal durch eine Brief­wahl bestä­tigt werden