BERLIN (dpa) — Laut Gesund­heits­mi­nis­ter Karl Lauter­bach ist die Frage zur aktuel­len Ausbrei­tung des Corona­vi­rus in Deutsch­land schwie­rig zu beant­wor­ten. Denn: Es fehlen wichti­ge Daten.

Bundes­ge­sund­heits­mi­nis­ter Karl Lauter­bach (SPD) sieht die Einschät­zung der Pande­miela­ge in Deutsch­land derzeit durch ungenaue Daten erschwert.

Gerade die Dynamik der neuen Corona­vi­rus-Varian­te Omikron sei «in den offizi­el­len Zahlen nicht zutref­fend abgebil­det wegen der Testaus­fäl­le und Melde­ver­zö­ge­run­gen», sagte Lauter­bach der «Bild»-Zeitung. «Ich beschaf­fe mir gerade mit dem RKI und zahlrei­chen Daten­quel­len aus ganz Deutsch­land ein Gesamt­bild zur Lage.»

Wegen der Feier­ta­ge kommt es auch in diesem Jahr laut Robert-Koch-Insti­tut (RKI) unter anderem bei der Weiter­ga­be von Daten zu Verzö­ge­run­gen. Außer­dem wird weniger getes­tet. Der Zeitung zufol­ge will Lauter­bach die Gesund­heits­äm­ter dazu bringen, schnell die Kapazi­tä­ten für Tests und Kontakt­nach­ver­fol­gun­gen wieder hochzufahren.

Inner­halb eines Tages war die Zahl der an das RKI übermit­tel­ten sicher nachge­wie­se­nen und wahrschein­li­chen Omikron-Fälle in Deutsch­land stark gestie­gen — um 45 Prozent im Vergleich zum Vortag. Das teilte das RKI am Diens­tag mit. Für die laufen­de Woche rechnet das Insti­tut mit einer «hohen Anzahl an Neu- und Nachmel­dun­gen». In Deutsch­land wird nur ein kleiner Teil der positi­ven Testpro­ben auf Varian­ten hin untersucht.