BERLIN (dpa) — Die Ampel-Koali­ti­on plant inmit­ten der Energie­kri­se ein mächti­ges Entlas­tungs­pa­ket. Kranken­häu­ser befürch­ten aller­dings, dabei überse­hen zu werden. Der Gesund­heits­mi­nis­ter will diese Sorge zerstreuen.

Bundes­ge­sund­heits­mi­nis­ter Karl Lauter­bach hat den Kranken­häu­sern angesichts der hohen Energie­prei­se Unter­stüt­zung in Aussicht gestellt. «Wir wollen nicht, dass die Kranken­häu­ser im Herbst schlie­ßen müssen, weil die Energie nicht bezahl­bar ist», sagte der SPD-Politi­ker am Diens­tag in der RTL/ntv-Sendung «Frühstart». Dazu werde es nicht kommen. «Als Bundes­re­gie­rung kennen wir das Problem und arbei­ten daran.» Die Regie­rung werde die Kranken­häu­ser «auf keinen Fall» im Stich lassen.

Die Kranken­häu­ser fürch­ten, beim Entlas­tungs­pa­ket von Bund und Ländern verges­sen zu werden. Kranken­häu­ser müssten diffe­ren­ziert behan­delt werden, forder­te jüngst der Vorstands­vor­sit­zen­de der Deutschen Kranken­haus­ge­sell­schaft (DKG), Gerald Gaß, im «Spiegel». Anders als andere Betrie­be könnten Klini­ken nicht einen Teil ihrer Kosten­stei­ge­run­gen über Preis­an­he­bun­gen ausglei­chen. «Wir können auch nicht zeitwei­se unseren Betrieb einstel­len oder Tempe­ra­tu­ren absen­ken, um Kosten einzu­spa­ren», sagte er.

Die Bundes­re­gie­rung hat ein Rettungs­pa­ket von bis zu 200 Milli­ar­den Euro angekün­digt, um Verbrau­cher und Unter­neh­men vor hohen Energie­prei­sen wegen des Ukrai­ne-Kriegs zu schüt­zen. Die Preise für Gas und Strom sollen gedeckelt werden. Für Firmen, die nicht ausrei­chend v