STUTTGART (dpa/lsw) — Baden-Württem­berg steigt als letztes Bundes­land ins neue Schul­jahr ein. Die wichtigs­ten Corona-Regeln hat das Kultus­mi­nis­te­ri­um festge­zurrt. Aber das reicht nicht, kriti­sie­ren die Gymna­si­al­leh­rer. Unklar ist jedoch, wer sich den Schuh anzie­hen muss.

Trotz neuer Hygie­ne­re­geln für Klassen­zim­mer und Unter­richt sind Kinder und Jugend­li­che nach Ansicht der Gymna­si­al­leh­rer zum Schul­start nicht gut genug vor Corona-Infek­tio­nen geschützt. Fenster ließen sich oft aus Sicher­heits­grün­den nicht vollstän­dig oder gar nicht öffnen, kriti­sier­te der Philo­lo­gen­ver­band Baden-Württem­berg (PhV). Deshalb müssten Raumluft­rei­ni­ger beschafft werden, um die Aerosol­kon­zen­tra­ti­on niedrig zu halten. Die winzi­gen Tröpf­chen gelten als Haupt­grund für die Anste­ckung mit dem Coronavirus.

«Eine solche techni­sche Lösung könnte den Infek­ti­ons­schutz für alle betrof­fe­nen Schüle­rin­nen und Schüler und Lehrkräf­te massiv verbes­sern und Schul­schlie­ßun­gen verhin­dern», sagte der PhV-Landes­vor­sit­zen­de Ralf Scholl am Freitag in Stutt­gart. Auch das Umwelt­bun­des­amt bewer­te die Geräte als sinnvol­le zusätz­li­che Maßnah­me. Zudem hatten Forscher der Univer­si­tät der Bundes­wehr München einen Raumluft­rei­ni­ger unter­sucht und eine Halbie­rung der Aerosol­kon­zen­tra