STUTTGART (dpa/lsw) — «Geht’s noch?» Lehrkräf­te sind sauer, weil der Regie­rungs­chef Mängel bei der Quali­tät des Unter­richts sieht. Dabei sei der Grund für die Schwä­chen von Grund­schü­lern doch sonnen­klar — und daran ändere sich auch so schnell nichts.

Der Landes­chef des Lehrer­ver­bands VBE, Gerhard Brand, hat Minis­ter­prä­si­dent Winfried Kretsch­mann im Streit um mehr Lehrkräf­te an Grund­schu­len ungewöhn­lich hart attackiert. Brand geht vor allem der Satz von Kretsch­mann gegen den Strich, die schwa­chen Resul­ta­te vieler Grund­schü­ler bei der jüngs­ten Studie hätten nichts mit der Zahl der Lehrer, sondern mit der Quali­tät des Unter­richts zu tun. «Das war ein typischer Kretsch­mann: Erst sprechen, dann denken», sagte Brand der Deutschen Presse-Agentur in Stutt­gart. Anders­her­um wäre es besser gewesen. Aber schon bei seinem jüngs­ten Vorstoß für mehr Teilzeit für Lehrkräf­te habe sich der Regie­rungs­chef verga­lop­piert und später klein begeben müssen.

Der Landes­vor­sit­zen­de des Verbands Bildung und Erzie­hung (VBE) monier­te, der studier­te Lehrer Kretsch­mann (74) habe offen­sicht­lich nach Jahrzehn­