Glaubt man seinem Vater, sitzt Boris Johnson über den Wolken in einem kurzfris­tig gebuch­ten Flieger aus der Karibik, als im politi­schen Herzen Londons nach dem Rücktritt der briti­schen Premier­mi­nis­te­rin Liz Truss sein Name schon wieder in aller Munde ist.

Obwohl der berüch­tig­te Ex-Premier selbst noch kein einzi­ges Wort in eine Kamera gesagt hat, hat sich in seiner Partei in Westmins­ter am Freitag bereits ein nicht zu unter­schät­zen­des «Bring-Back-Boris»-Lager entwi­ckelt. Ihnen gegen­über stehen entsetz­te Gegner dieser Idee, für die ein Comeback des Skandal­po­li­ti­kers laut Berich­ten dem «Ende der konser­va­ti­ven Partei» gleichkäme.

Johnsons Nachfol­ge­rin Truss hatte am Donners­tag nach sechs beispiel­los chaoti­schen Wochen im Amt ihren Rücktritt angekün­digt und schickt sich damit an, die briti­sche Premier­mi­nis­te­rin mit der kürzes­ten Amtszeit aller Zeiten zu werden. Ihr radika­les Steuer­sen­kungs­pro­gramm hatte mangels solider Gegen­fi­nan­zie­rung die Finanz­märk­te ins Chaos gestürzt. Als dann auch noch ihr Kabinett zusam­men­brach und sich bei einer Abstim