LEUTKIRCH – Auch in diesem Jahr finden im März die Inter­na­tio­na­len Aktions­wo­chen gegen Rassis­mus statt. Aufgrund der Pande­mie müssen die Forma­te der Veran­stal­tun­gen jedoch angepasst werden. 

Da vor Ort selbst nichts statt­fin­den kann, hat die Stadt­ver­wal­tung auf der Website unter www.leutkirch.de eine Übersicht von Semina­ren, Vorträ­gen und Workshops angelegt, die allesamt online statt­fin­den werden. „Das ist der Vorteil, den man in diesem Jahr hat“ sagt Maria Söllner, die Integra­ti­ons­be­auf­trag­te der Stadt Leutkirch. „Alles findet leider nur online statt – dafür ist die Auswahl dort umso größer.“

Eine analo­ge Ausnah­me ist am 18. März in der Innen­stadt zu sehen — aufmerk­sa­men Passan­ten wird sie nicht entge­hen. An verschie­de­nen Stellen werden an diesem Tag großfor­ma­ti­ge Boden­auf­kle­ber angebracht, die auf das Problem von Vorur­tei­len hinwei­sen. „Gerade die vermeint­lich unabsicht­lich geäußer­ten Vorur­tei­le gegen­über anderen führen zu Alltags­ras­sis­mus, der unser demokra­ti­sches und respekt­vol­les Zusam­men­le­ben gefähr­det“, betont Maria Hönig, zustän­dig für Partner­schaft für Demokra­tie Leutkirch-Aichstetten-Aitrach.

Auch der Jugend­ge­mein­de­rat möchte ein Zeichen setzen und etwas zu einem faire­ren Mitein­an­der beitra­gen. Er wird im Aktions­zeit­raum 17. bis 28. März jeden Tag auf seinen Kanälen in den sozia­len Medien etwas zum Thema posten, beispiels­wei­se folgen­de Infor­ma­ti­on: 64 Prozent der Deutschen finden, dass Rassis­mus ein großes Problem ist. Und was kann man dagegen tun? „Es ist schon ganz viel getan, wenn rassis­ti­sche Belei­di­gun­gen von allen als solche wahrge­nom­men werden“ so die zweite Spreche­rin des Jugend­ge­mein­de­ra­tes Diana Wertmann. „Und dann ganz klar: Mund auf, was dagegen sagen, das nicht so stehen lassen!“

Die Aktions­wo­chen gegen Rassis­mus wurden 2016 von der Stiftung gegen Rassis­mus ins Leben gerufen. Botschaf­ter der Aktion ist in diesem Jahr der Pianist Igor Levit. Unter dem Motto „Solida­ri­tät. Grenzen­los“ sind bundes­weit über 500 Veran­stal­tun­gen geplant.