NÜRNBERG (dpa/lby) — Im Inter­net live Theater schau­en und dabei mit den Charak­te­ren über die sozia­len Medien in Kontakt treten — das können Zuschaue­rin­nen und Zuschau­er bei der Online-Insze­nie­rung «möwe.live» erleben, die das Theater­kol­lek­tiv Punkt­li­ve und das Staats­thea­ter Nürnberg am Samstag urauf­füh­ren werden. Das Stück ist an Anton Tsche­chows Klassi­ker «Die Möwe» angelehnt.

Die Kernthe­men seien Einsam­keit, Sehnsucht und das Schei­tern an dem Versuch, sich anderen ehrlich mitzu­tei­len, teilte das Staats­thea­ter mit. Es gehe um Kostja, Nina, Mascha, Kostjas Mutter Arkadi­na und ihren neuen Liebha­ber Trigo­rin, die den Sommer gemein­sam in einen Ferien­haus in Frank­reich verbracht haben. Später verfol­gen die Figuren über die sozia­len Medien, was aus den anderen gewor­den ist.

Während der Insze­nie­rung sitzen die Akteu­rin­nen und Akteu­re einzeln vor ihren Laptops und spielen ihre Figuren quasi über deren Profi­le auf Facebook, Insta­gram und Co. Das Publi­kum bekommt zu sehen, welche Nachrich­ten und Videos diese empfan­gen und welche diese selbst senden. Bei jeder der drei geplan­ten Vorstel­lun­gen wird «möve.live» neu live gespielt.