ISNY – Das vielsei­ti­ge Veran­stal­tungs­pro­gramm des Jubilä­ums isnyaicher22 lädt zu Ausflü­gen in die grünen Wälder, auf´s Land oder zu gesel­li­gen Märkten. Zahlrei­che Projek­te der Reihe „Bilder, Zeichen & Geschich­ten“ regen außer­dem zum kreati­ven Schaf­fen an. 

Nicht nur die Bildzei­chen, die Aicher für Isny entwi­ckel­te, haben die fast 50 Jahre seit ihrer Entste­hung überdau­ert. Auch Aichers Haltung, seine feldfor­schen­de Heran­ge­hens­wei­se und sein Denken sind Teil der Isnyer Stadt­wer­bung gewor­den. Kurz: Aichers Machen und Schaf­fen spiegeln sich in Werbe­kam­pa­gnen, Produk­ten und im Stadt­de­sign. Von Aichers Arbeit an den Bildzei­chen, von seinem Leben und Wirken in Rotis unweit von Isny, erzählt die Ausstel­lung im aicher­ma­ga­zin auf eindrück­li­che Weise. Sich selber ein Stück weit darin auszu­pro­bie­ren und „Aicher auf kreati­ve Weise nachzu­spü­ren“ — wie es Katha­ri­na Proebs­ter von der Isny Marke­ting GmbH beschreibt — dazu lädt die Veran­stal­tungs­rei­he „Bilder, Zeichen & Geschich­ten“ des Jubilä­ums isnyaicher22, geför­dert von der Baden-Württem­berg Stiftung, ein. Es geht „um das indivi­du­el­le Wahrneh­men, um gestal­te­ri­schen Ausdruck“. Mal sind die Bildzei­chen selbst Impuls­ge­ber, mal ist es Aichers Suchen und Forschen, das die Bildzei­chen bis heute so authen­tisch macht. 

Die Reihe startet in Verbin­dung mit einem zweiten Isnyer Jubilar. 2022 wäre der Schrift­stel­ler Günther Herbur­ger 90 gewor­den. Wie Aicher war auch Herbur­ger präzi­ser Beobach­ter. Er kommt nicht nur in mehre­ren Audio­bei­trä­gen in der Ausstel­lung zu Wort, sondern am 29. Mai wird auch der „Litera­ri­sche Stadt­spa­zier­gang“ wieder aufge­legt. Neben den biogra­phi­schen Wurzeln werden die Bezüge seiner Werke zu Isny aufge­zeigt. Am 1. Juni wird die „Herbur­ger Insel“ in der Stadt­bü­che­rei Schau­platz einer Textcol­la­ge, die der Arbeits­kreis Litera­tur des Kultur­fo­rums Isny e.V. vorbe­rei­tet hat. 

Schrift und Bildzeichen

Beim zweitä­gi­gen Jugend­work­shop „Streetart und Otl Aicher“ am 24. und 25. Juni, veran­stal­tet von der Kinder- und Jugend­ar­beit Isny e.V., geht es um Aicher, die Bildzei­chen, die von ihm entwi­ckel­te Schrift „rotis“ und die Entste­hung des Graffi­tis in New York. Gemein­sam mit Stree­tart­künst­ler Bernd Immin­ger entste­hen Graffi­tis und Logos mit den Elemen­ten der rotis-Schrift­ty­po­gra­fie. Am zweiten Tag werden die Skizzen mit Sprüh­do­sen und Schablo­nen an die Wand im Isnyer Kinopark übertra­gen. Ganz wie Otl Aicher gehen junge Kreati­ve bei den beiden Siebdruck-Workshops „Otl Aicher im Prozess“ auf Streif­zug durch die Isnyer Innen­stadt. Mit der Kamera wird alles einge­fan­gen was spannend ist. Daraus entwi­ckeln sie in der Kultur­werk­statt im Schloss unter Anlei­tung von Lucia Thanner und Bernd Immin­ger eigene Bildzei­chen. Als Schablo­nen ausge­schnit­ten, werden im Siebdruck­ver­fah­ren, die auch Aicher nutzte, die Motive auf T‑Shirts oder Taschen gedruckt. Der erste Workshop für 13- bis 17-jähri­ge findet vom 22. bis 23. Juli und der zweite für Kindern von 8 bis 12 Jahren vom 25. bis 26. August statt. 

Theatra­lisch wird´s am Abend des 13. August: Die Wende­Ja­cken aus Kempten bringen mit ihrem Impro­vi­sa­ti­ons­thea­ter auf charman­te Art kreati­ve Höchst­leis­tun­gen hervor – und zwar vom Publi­kum! Vor der einma­li­gen Kulis­se des aicher­ma­ga­zins im Kurpark werden die Bildzei­chen auf Zuruf in kleine und große Geschich­ten verpackt. Das Motto ist „(Mit-)machen“ — ganz im Sinne Aichers, dessen großer Wunsch es war, mit der radika­len Reduk­ti­on auf Schwarz und Weiß Raum für Fanta­sie und eigene Assozia­tio­nen zu geben.

Einen Überblick über alle Veran­stal­tun­gen und die Buchungs­op­tio­nen finden Inter­es­sier­te unter www.isnyaicher22.de und in der Isny Info am Markt­platz 2.