FRIEDRICHSHAFEN — Wohin steuern wir als Gesell­schaft? Sind unsere Lebens­ent­wür­fe angesichts der Auswir­kun­gen des weltwei­ten Klima­wan­dels, des Raubbaus an unserem Plane­ten, noch tragfä­hig? Oder müssen wir unseren Blick weiten und buchstäb­lich über den Horizont hinaus­schau­en? Wie sähe eine Gesell­schaft aus, die den ultima­ti­ven Projek­ti­ons­raum Weltraum für sich beansprucht? Und wäre es überhaupt legitim, neue Plane­ten zu „erobern“ nachdem die Erde ausge­beu­tet wurde? 

Diesen Fragen widmet sich MAPPING SPACE – Vermes­sung des Weltraums, das zweitä­gi­ge Utopie Camp des Zeppe­lin Museums. In Impul­sen und Workshops werden neue Formen gesell­schaft­li­chen Zusam­men­le­bens utopisch gedacht. 

Ob auf dem Mond, dem Mars, an Bord einer Raumsta­ti­on oder in einer fliegen­den Stadt: Die Szena­ri­en, die den Weltraum als Lebens­raum denken und entde­cken, sind Utopien eines anderen, eines besse­ren Lebens. Es sind Utopien, die den (Wunsch-) Vorstel­lun­gen von Freiheit, Frieden, Nachhal­tig­keit und Unsterb­lich­keit Ausdruck verlei­hen. Können sie vor dem Hinter­grund gegen­wär­ti­ger Umbrü­che der Gesell­schaft – die Folgen der Globa­li­sie­rung, des Klima­wan­dels, der Corona-Pande­mie – Antwor­ten auf die Frage „Wie machen wir weiter?“ geben?

MAPPING SPACE nimmt Bezug auf die aktuel­le Ausstel­lung Beyond States. Über die Grenzen von Staat­lich­keit (bis 7.11.21) und berei­tet gleich­zei­tig kommen­de Projek­te des Zeppe­lin Museums vor: Fetisch Zukunft. Utopien der dritten Dimen­si­on (2022) und MINING (AT) (2022–2023). Unter den Hashtags #utopischwach­sen, #utopisch­tei­len und #utopi­schent­fal­ten nimmt das Museum an der landes­wei­ten Suche der Utopie Konfe­renz 2021 nach einem utopi­schen Momen­tum teil. 

Siedlun­gen sollen entwor­fen, neue Formen gesell­schaft­li­chen Zusam­men­le­bens im Weltraum erdacht und Fragen des Rohstoff­ab­baus und der Nachhal­tig­keit disku­tiert werden. Gemein­sam werden Utopien für ein Leben im Weltraum entwickelt!

Mit:
Dr. Carolyn H. van den Bogert, Insti­tut für Geolo­gi­sche Plane­to­lo­gie, Westfä­li­sche Wilhelms-Univer­si­tät Münster; Betha­ny Rigby, Künst­le­rin; Prof. Dr. Stephan Hobe, Insti­tut für Luftrecht, Weltraum­recht und Cyber­recht, Univer­si­tät zu Köln

Die Teilnah­me ist kosten­los. Die Teilnehmer*innenzahl ist begrenzt. Anmel­dung bis zum 19.08.2021 via anmeldung@zeppelin-museum.de oder 07541 3801 25. Das Camp findet im Zeppe­lin Museum statt, es gelten die aktuel­len Hygieneregeln.

Für weite­re Auskünf­te steht Ihnen die Abtei­lung Diskurs & Öffent­lich­keit unter 07541 3801 0 zur Verfügung.

Mit MAPPING SPACE koope­riert das Zeppe­lin Museum Fried­richs­ha­fen mit der Leupha­na Univer­si­tät Lüneburg im Rahmen der Utopie Konfe­renz 2021. 

Vorläu­fi­ges Programm (Änderun­gen vorbehalten)

24.08. TAG 1

10:00 WILLKOMMEN & EINFÜHRUNG

10:15–10:30 FOOD FOR THOUGHT 1
Taijiquan
mit Dietmar Stubenbaum
10:30–10:50 #UTOPISCHWACHSEN
IMPULS 1
via Zoom

Welche Rohstof­fe gibt es im Weltraum und welche Parame­ter für ein Leben dort sind uns bekannt? Dr. Carolyn van der Bogert, Insti­tut für Plane­to­lo­gie der Westfä­li­schen Wilhelms-Univer­si­tät Münster, wird im ersten Input des Camps über sogenann­te in situ resour­ce utiliz­a­ti­on – vor Ort Ressour­cen Verwer­tung – auf dem Mond sprechen und Einbli­cke in die Arbeit plane­to­lo­gi­scher Geolog*innen geben. Dieser Input findet in engli­scher Sprache statt.
10:50–11:50 #UTOPISCHWACHSEN
BREAKOUT 1

Hier entwer­fen wir unter Bezug­nah­me der Impul­se Siedlun­gen im Weltraum. Wo sind sie veror­tet? Wie sehen die Räume aus, in denen die Menschen leben? Sind sie ein eigenes Land?
12:00–12:30 COME TOGETHER 1

12:30–14:00 LUNCH

14:15–14:35 #UTOPISCHTEILEN
IMPULS 2
via Zoom

Die Künst­le­rin Betha­ny Rigby beschäf­tigt sich in ihrer Arbeit mit dem noch speku­la­ti­ven Abbau minera­li­scher Rohstof­fe im Weltall. Sie berich­tet über ihre aktuel­len Forschun­gen und spezi­ell über „Mining the Skies“. Dieser Input findet in engli­scher Sprache statt.
14:40–15:40 #UTOPISCHTEILEN
BREAKOUT