LINDAU – Im Umfeld der EV Lindau Islan­ders warte­ten die Fans schon fast ungedul­dig auf Neuig­kei­ten, wer denn in diesem Jahr die Kontin­gent­po­si­tio­nen bei den Insel­städ­tern beset­zen wird. Gut Ding will Weile haben, denn nun können die Lindau­er auch den ersten Kontin­gent­spie­ler präsen­tie­ren. Diese Positi­on wird mit dem öster­rei­chi­schen Ex-Natio­nal­spie­ler Martin Mairitsch besetzt, der einen reichen Erfah­rungs­schatz mitbringt. Die vergan­ge­nen sechs Spiel­zei­ten verbach­te der 35 Jahre alte Rechts­schüt­ze bei der VEU Feldkirch in der AlpsHo­ckey­League. Die Verein­ba­rung zwischen dem EVL und Mairitsch läuft zunächst ein Jahr lang, beim EVL wird er die Nummer 86 tragen. Mit der Verpflich­tung des ehema­li­gen Natio­nal­spie­lers aus Öster­reich, der exakt ins Anfor­de­rungs­pro­fil der Islan­ders passt, erhof­fen sich die EVL-Verant­wort­li­chen mehr Tiefe und durch die Erfah­rung auch noch mehr Verant­wor­tung in ihren Kader zu bringen. Neben Daniel Schwam­ber­ger, Michal Bezous­ka und Dominik Piskor, wollen die Islan­ders auch, dass durch Mairitsch und den weite­ren Kontin­gent­spie­ler, die Verant­wor­tung auf mehre­re Linien und Spieler verteilt werden.

Im ersten Moment mag ein Kontin­gent­spie­ler aus Vorarl­berg für viele Lindau­er sicher­lich ungewöhn­lich ausse­hen. Trotz norma­ler­wei­se offenen EU-Grenzen und dem innigen Verhält­nis zu den rot-weiß-roten Nachbarn in Sicht­wei­te der Eissport­are­na gilt ein Akteur mit öster­rei­chi­schem Pass als Kontin­gent­spie­ler. Als der Spieler in den Fokus der Islan­ders geriet, stell­ten sie fest, dass er für das kommen­de Jahr noch keinen schrift­li­chen Vertrag mit der VEU vorlie­gen hatte und unter­brei­te­ten ihm einen Kontrakt und die Spiel­phi­lo­so­phie. „Warum immer nach Übersee schie­len, wenn der Spieler­typ, der uns gefehlt hat, direkt um die Ecke wohnt? Martin ist ein kaltschnäu­zi­ger Center, der obendrein Rechts­schüt­ze ist und außer­dem hart für die Mannschaft arbei­tet“, beschreibt der Sport­li­cher Leiter der Islan­ders, Sascha Paul, den neuen Kontin­gent­spie­ler. „Ob Öster­rei­cher, Schwe­de oder Kanadi­er – er hat ins Profil gepasst und daher bin ich sehr froh, Martin bei uns willkom­men zu heißen.“

Der 35 Jahre alte Stürmer Martin Mairitsch wird mit seiner langjäh­ri­gen Erfah­rung ein Fixpunkt für die vielen jungen Spieler im Team der Insel­städ­ter sein und zudem als Rechts­schüt­ze für Gefahr im gegne­ri­schen Drittel sorgen. Geboren wurde er im vorarl­ber­gi­schen Hohen­ems, spiel­te dann in der Jugend für seine Heimat­stadt, ehe er in Dornbirn seine Karrie­re begann, die ihn sogar mal für eine Spiel­zeit nach Finnland führte. „Martin hat in seiner langen Karrie­re viel erlebt und weiß genau, was es braucht, um als Team erfolg­reich zu sein. Diese Werte kann er sicher­lich unserem jungen Team weiter­ge­ben“, sagt Stefan Wiedmai­er, der neue Chefcoach. „Da ich mit und gegen Martin gespielt habe, weiß ich ganz genau, wie Martin dem EVL in der kommen­den Saison helfen kann.“

In seiner bishe­ri­gen Eisho­ckey­lauf­bahn spiel­te er in den höchs­ten Ligen des Nachbar­lan­des, unter anderem beim EC Salzburg, den Black Wings Linz, dem Dornbir­ner EC und zuletzt sechs Spiel­zei­ten bei der VEU Feldkirch. In der höchs­ten Liga der EBEL (jetzt ICEHL) brach­te es Mairitsch auf 396 Spiele und in der zweiten öster­rei­chi­schen Liga sowie der AlpsHo­ckey­League waren es bisher 353 Spiele. Zahlen, die belegen, welche Erfah­rung der Vorarl­ber­ger mit ins Team der Lindau­er bringt. Im Jahr 2007, 2008 und 2012 gewann er zudem mit seinem Team aus Salzburg und den Black Wings Linz den Titel als öster­rei­chi­sche