WASHINGTON (dpa) — Erneut droht Putin mit dem Einsatz von Atomwaf­fen. Während die USA auf diese Ankün­di­gung mit Kritik reagie­ren, hält Ex-Kreml­chef Medwe­dew den Einsatz für berech­tigt — unter bestimm­ten Voraussetzungen.

Die US-Regie­rung hat Russland erneut mit deutli­chen Worten vor dem Einsatz nuklea­rer Waffen gewarnt. Die Konse­quen­zen wären «außer­or­dent­lich» und «real», sagte der Sprecher des US-Außen­mi­nis­te­ri­ums, Ned Price, dem Sender CNN. Man habe dies auch Moskau sehr deutlich gemacht. «Wir haben den Russen nicht den Hauch eines Zweifels gelas­sen», sagte Price. Die US-Regie­rung meine es ernst. Price wollte nicht sagen, wie genau diese Konse­quen­zen ausse­hen würden.

Russlands Präsi­dent Wladi­mir Putin hatte vergan­ge­ne Woche die Mobili­sie­rung von 300.000 Reser­vis­ten für den Angriffs­krieg gegen die Ukrai­ne angekün­digt — er sagte dabei auch: «Wenn die terri­to­ria­le Integri­tät unseres Landes bedroht wird, werden wir zum Schutz Russlands und unseres Volkes unbedingt alle zur Verfü­gung stehen­den Mittel nutzen. Das ist kein Bluff.» Beobach­ter sahen darin eine Drohung mit dem Einsatz von Atomwaf­fen. US-Außen­mi­nis­ter Antony Blinken hatte bereits am Wochen­en­de von «katastro­pha­len» Folgen gesprochen.

Ex-Kreml­chef legiti­miert Atomwaffen-Einsatz

Angesichts der schar­fen US-Warnun­gen an Moskau hat der ehema­li­ge Kreml­chef Dmitri Medwe­dew erneut das Recht Russlands auf den Einsatz von Atomwaf­fen betont — «wenn das notwen­dig sein sollte». Das gelte in «festge­leg­ten Fällen» und in «strik­ter Überein­stim