STUTTGART (dpa/lsw) — Mehr als 1100 Menschen in Baden-Württem­berg galten Anfang April als vermisst. 1143 Perso­nen waren zum Stich­tag 11. April als vermisst ausge­schrie­ben, teilte das Innen­mi­nis­te­ri­um in einer Antwort auf eine Anfra­ge der Grünen-Frakti­on mit, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Die meisten Perso­nen wurden in Freiburg (214), Mannheim (129) und Karls­ru­he (114) als vermisst gemel­det. 540 der Vermiss­ten waren noch nicht volljährig.

Aber: Die Erledi­gungs­quo­te ist bei solchen Fällen sehr hoch, 2021 bei mehr als 97 Prozent. «Wenn eine Person vermisst wird, dann kann das ganz banale Gründe haben – aber es können auch schwe­re Krimi­nal­fäl­le dahin­ter­ste­cken», sagte der Grünen-Politi­ker Oliver Hilden­brand. Eine hohe Aufklä­rungs­quo­te sei erfreu­lich. «Wir müssen aber immer wieder auch dieje­ni­gen Vermiss­ten­fäl­le in den Blick nehmen, bei denen der Verbleib von vermiss­ten Perso­nen jahre­lang ungeklärt bleibt.»