BERLIN (dpa) — Einem Bericht zufol­ge unter­stüt­zen bisher 218 Abgeord­ne­te im Bundes­tag einen Antrag zur Einfüh­rung einer allge­mei­nen Corona-Impfpflicht ab 18 Jahren. Doch die Zahl der Unter­zeich­ner ist noch deutlich von einer Mehrheit der Parla­men­ta­ri­er entfernt.

Den Antrag zur Einfüh­rung einer allge­mei­nen Corona-Impfpflicht ab 18 Jahren haben nach einem Medien­be­richt bislang mehr als 200 Bundes­tags­ab­ge­ord­ne­te unterschrieben.

«Bis heute haben sich 218 Abgeord­ne­te unserem Antrag für die Einfüh­rung einer allge­mei­nen Impfpflicht angeschlos­sen und stünd­lich kommen weite­re hinzu», sagte die stell­ver­tre­ten­de SPD-Frakti­ons­vor­sit­zen­de Dagmar Schmidt der «Rheini­schen Post». Damit habe der Antrag eine breite Rücken­de­ckung und bilde die Grund­la­ge für die im März geplan­te erste Lesung im Bundestag.

Dem Zeitungs­be­richt zufol­ge handelt es sich bei den Unter­zeich­nern um 153 Sozial­de­mo­kra­ten, 60 Grüne, drei FDP-Politi­ker und zwei Linke. Der Bundes­tag hat insge­samt 736 Abgeord­ne­te, die Zahl der Unter­zeich­ner ist also noch deutlich von einer Mehrheit der Parla­men­ta­ri­er entfernt.

Der Entwurf soll ebenso wie ein konkur­rie­ren­der Vorschlag für die mögli­che Einfüh­rung einer Impfpflicht ab 50 sowie ein Antrag gegen eine Impfpflicht ohne Frakti­ons­zwang im Bundes­tag beraten werden. Die Unions­frak­ti­on hat zudem einen eigenen Antrag vorge­legt, der zunächst nur ein Impfre­gis­ter vorsieht und dann einen Stufen­plan mit einer mögli­chen Impfpflicht für bestimm­te Gruppen je nach Pande­miela­ge. Die Ampel-Partner haben sich auf eine erste Lesung am 14. März verständigt.