WEINGARTEN – Von Hacker­an­grif­fen, Cyber­spio­na­ge und Staats­tro­ja­nern ist die Rede, wenn sich Cyber­kri­mi­nel­le illega­len Zugang in die IT-Syste­me von Privat­per­so­nen, Unter­neh­men oder Regie­run­gen verschaf­fen wollen. Mit dem Schutz von IT-Syste­men befasst sich die Cyber­se­cu­ri­ty. Doch nicht immer kann die IT-Sicher­heit alle Angrif­fe erfolg­reich abweh­ren. Oftmals schei­tert es an der Kompo­nen­te Mensch: Mensch­li­ches Fehlver­hal­ten erlaubt es Cyber­kri­mi­nel­len, techni­sche Schutz­vor­keh­run­gen schlicht­weg zu umgehen.

Um Fehlver­hal­ten möglichst effek­tiv ausschlie­ßen zu können, setzen Organi­sa­tio­nen vermehrt auf Sicher­heits­trai­nings ihrer Angestell­ten. Welche psycho­lo­gi­schen Tricks und Strate­gien wenden Cyber­kri­mi­nel­le an? Wie können diese identi­fi­ziert werden? Im Mittwoch­se­mi­nar der RWU am 22. Juni 2022 spricht Profes­sor Dr. Stefan Sütter­lin über den gegen­wär­ti­gen Stand der verhal­tens­wis­sen­schaft­li­chen Forschung im Bereich Cyberpsychologie.

Stefan Sütter­lin ist Profes­sor für Cyber­psy­cho­lo­gie an der Hochschu­le Albstadt-Sigma­rin­gen. Er promo­vier­te im Bereich der experi­men­tel­len physio­lo­gi­schen Grund­la­gen der Verhal­tens­re­gu­la­ti­on und arbei­te­te anschlie­ßend an Projek­ten in den Berei­chen der biolo­gi­schen, klini­schen und kogni­ti­ven Psycho­lo­gie, im In- und Ausland. Heute vertritt er die Hochschu­le Albstadt-Sigma­rin­gen im Execu­ti­ve Adviso­ry Board des European Securi­ty and Defence Colle­ge der Europäi­schen Kommis­si­on und ist im Vorstand inter­na­tio­na­ler Konfe­ren­zen im Bereich der Human-Compu­ter-Inter­ac­tion tätig. Darüber hinaus engagiert er sich als Gutach­ter für inter­na