Wie soll die Klima­be­we­gung ihre Ziele errei­chen? Wie sollen junge Engagier­te weiter­ma­chen? Einer, der Deutsch­lands Politik mitge­prägt hat, hat eine klare Vorstellung.

Der frühe­re SPD-Vorsit­zen­de Franz Münte­fe­ring hat junge Klima­ak­ti­vis­ten dazu aufge­ru­fen, in die Partei­en und Parla­men­te zu gehen.

«Die jungen Menschen, die sich jetzt für das Klima engagie­ren, wollen das Richti­ge», sagte Münte­fe­ring der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. «Aber dazu müssen sie jetzt in die Partei­en und in die Parla­men­te, sie müssen sich demokra­tisch durch­set­zen wollen», sagte Münte­fe­ring. «Oder sie müssen eine neue Partei gründen und so Einfluss suchen.»

Der 80-Jähri­ge, der jahre­lang die Politik in Deutsch­land mitpräg­te, begrün­de­te die Auffor­de­rung mit seinen eigenen Erfah­run­gen. Er habe als junger Erwach­se­ner viel gelesen, viele Forde­run­gen an die Politik gestellt, Leser­brie­fe und Anträ­ge geschrie­ben. Nachdem aber bei der Bundes­tags­wahl 1965 Union und FDP zu seiner Enttäu­schung ihre damali­ge Mehrheit behaup­ten konnten, habe er es anders versucht — nach dem Motto: «Vom lufti­gen Hochsitz runter aufs geregel­te Spiel­feld.» Er sei in die SPD einge­tre­ten und habe schnell gelernt: «Das geht nicht alles so, wie von Dir gedacht und gewollt.»

Er habe gesehen: Mit anderen nur ein paar ähnli­che Gedan­ken zu teilen, reiche nicht. «Du musst Kompro­mis­se ma