SAN FRANCISCO (dpa) — Große Unter­neh­men setzen Werbung bei Twitter aus, weil sie sich sorgen, in welchem Umfeld ihre Marken vorkom­men werden. Twitter-Eigen­tü­mer Elon Musk macht dafür jedoch «Aktivis­ten» verantwortlich.

Der neue Twitter-Besit­zer Elon Musk hat gedroht, Werbe­kun­den öffent­lich bloßzu­stel­len, die keine Anzei­gen mehr auf der Platt­form schal­ten. Der Tech-Milli­ar­där reagier­te damit auf den Vorschlag eines rechten Lobby­is­ten, er solle solche Firmen nennen, damit seine Anhän­ger sie mit einem «Gegen­boy­kott» belegen könnten. Musk schrieb in seiner Antwort am Wochen­en­de: «Danke. Ein thermo­nu­klea­res Benen­nen und Schämen ist exakt das, was passie­ren wird, wenn das nicht aufhört.»

In den vergan­ge­nen Tagen hatten unter anderem die Volks­wa­gen-Gruppe, der Pharma­kon­zern Pfizer und der Lebens­mit­tel­rie­se Monde­lez angekün­digt, Werbung bei Twitter ausset­zen zu wollen. Musk beklag­te sich über einen «massi­ven Umsatz­ein­bruch» und machte «Aktivis­ten­grup­pen» verant­wort­lich, die Druck auf die Unter­neh­men ausübten.

Die Unter­neh­men reagie­ren auf Sorgen, dass unter Musks Führung und nach dem von ihm durch­führ­ten großen Stellen­ab­bau mehr Hassre­de und Beschimp­fun­gen auf der Platt­form lande