Die Chance für Torwart-Talente - Wochenblatt

Die Chance für Torwart-Talente
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23. November 2017
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Mit dem Torspielertag im Oktober startete die gemeinnützige Stiftung ProKeeper Akademie Oberschwaben (ProKa) ihre Arbeit. Sie fördert Torwarttalente aus Oberschwaben. Die acht Nachwuchstorspieler sind schon in der neunten Trainingswoche. Das Projekt stößt sogar beim VfB Stuttgart und Bayern München auf Interesse.

Biberach – „Stuttgart, Bayern, Freiburg, Augsburg – alle haben schon angeklopft“, erzählt Hubert Deutsch, der die Stiftung mit seinem Bruder Thomas gründete. „Die Profi-Vereine interessieren sich für unser dezentrales Konzept, weil dadurch Talente im ländlichen Raum innerhalb von professionellen Strukturen gefördert werden“, so Deutsch. Für Vereine wie Bayern München, die ihre Jugendspieler zum Training oft von über 150 Kilometer weit weg mit dem Bus abholen, ist ein solches Konzept eine echte Alternative. „Es haben auch schon Vereine wegen exklusiven Kooperationen angefragt. Aber das machen wir nicht, wir bleiben unabhängig.“ Am Wochenende stellten sie ihr Projekt bei einem Workshop am Bodensee vor, wo auch Torwarttrainer von Borussia Dortmund und 1899 Hoffenheim referierten. Wichtiger als die positive Resonanz von außen ist für Deutsch, dass die Rückmeldungen der Kinder passen.

Und das tun sie: „Bisher ist es wirklich top “ – von Lukas Kosok, einem der acht Torspieler, gibt es für das Training nur Lob. „Ich merke auf jeden Fall, dass ich schon viel dazu gelernt habe“, erzählt der Torwart vom FV Bad Schussenried. Auch die drei anderen Torhüter der älteren Gruppe sind vom Training des ProKa-Trainers Marian Fedor begeistert.

Dieser trainiert im Hintergrund auf dem Kunstrasenplatz am Biberacher Erlenweg gerade noch mit den vier jüngeren Torhütern, die eine eigene Trainingsgruppe bilden. „Gut so“, „mit mehr Tempo“, „früher abkippen“, „sehr gut“ – schon an den klaren, energischen Anweisungen erkennt man schnell, wie intensiv das Fördertraining ist. Er selbst ist mit der Einstellung der jungen Torhüter sehr zufrieden: „Alle machen sehr gut mit und sind lernfähig.“

Fedor sieht auf jeden Fall Handlungsbedarf in der Region: „In vielen Vereinen gibt es kein hochwertiges Torwarttraining.“

Umso mehr freut er sich über die Fortschritte seiner acht Torhüter. Der Erfolg hat ihm auch schon mehrere Anfragen von Vereinen beschert, die ihn als Torwarttrainer verpflichten wollen. „Aber dafür habe ich keine Zeit.“

Nächster Torspielertag ist im Frühjahr. Unter www.proka-oberschwaben.de kann man sich zum Newsletter anmelden, um am Ball zu bleiben. pam

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