Kaiser Friedrich am Traktor? - Wochenblatt

Kaiser Friedrich am Traktor?
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13. Juli 2017
Festumzug mit Traktoren wie beim Weingärtler Welfenfest (l.) ist für die Bächtlefest-Macher undenkbar. Vor die Wagen gehören Pferde. Fotos: vo/kap

Vorhang auf für das Fest der Feste im Landkreis Sigmaringen: Am heutigen Donnerstag, 13. Juli beginnt das Bad Saulgauer Bächtlefest. Mit ein paar Neuerungen. Und viel Bewährtem aus nunmehr 499 Jahren. Dazu gehört, dass die Umzugswagen am Bächtlemontag wieder von Pferden gezogen werden.

bad saulgau – Die „Pferdeschutzinitiative 2015“, die vergangenes Jahr ein Pferdeverbot im Umzug forderte, hat sich dieses Jahr nicht mehr gemeldet. „Zum Glück“, sagt der Präsident des veranstaltenden Bürgerausschusses, Richard Frey und verweist auf das diesjährige Weingärtler Welfenfest, wo zwei Wagen von Traktoren gezogen worden seien. „Das sah schrecklich aus“, lästert Frey. „Man stelle sich vor, bei uns wird Kaiser Friedrich vom Traktor gezogen. Dann lieber acht Leute davor.“

Und was gibt‘s Neues beim großen historischen Schüler- und Heimatfest? Vier neue Fahrgeschäfte auf dem Festplatz beispielsweise, darunter „Feuer und Eis“, laut Frey ein „größeres Geschoss, ich glaube, eine Achterbahn.“ Da liegt er absolut in der Spur. „Es ist gut, wenn da mal ein bisschen Wechsel stattfindet“, sagt er. Auch einen „Einfahrmittag“ am Donnerstag gibt es erstmals, d.h. dass von 16 bis 20 Uhr günstigere Fahrpreise im Vergnügungspark gelten.

Und sonst noch? Das Festzelt wird fünf Meter länger, weil die Toiletten ausgelagert werden und die Außenbühne wird wieder Richtung Festzelt gedreht, um anwohnerfreundlich den Lärmpegel zu dämmen. Und wegen Kanalarbeiten fällt dieses Jahr die Schulstraße als Aufstellungsplatz für den Festzug aus. Zu Staus im Umzug sollte es wegen der leicht verändertenAufstellung trotzdem nicht kommen.

Weil die neuen Bächtle-Festwirte Pius und Michael Rauscher samt Team 2016 einen super Job machten (was die Jahre davor nicht immer so war), dürfen sie erneut ran. Das lange wie Fort Knox verrammelte Festzelt ist unter den Rauscher-Brüdern wieder frei zugänglich, die Besucher dürfen ihr Essen selber mitbringen. Und, auch nicht ganz unwichtig, die Bierkrüge waren immer voll. Jetzt müssen sich nur noch die Gewitter verziehen, dann könnte auch das letzte Bächtle vor dem großen Jubiläum ein saugutes werden. Mehr zum Bächtlefest auf unseren Sonderseiten

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