Laufbus und Kuss-Zone - Wochenblatt

Laufbus und Kuss-Zone
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30. November 2017
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In Mengen zerbrechen sich gleich zwei Arbeitskreise den Kopf, wie man Kinder ohne das Auto zur Schule bringen kann. Ablach-Konrektorin Stefanie Klein sitzt in beiden.

mengen – Das Eltern-Taxi ist für viele Schulen ein Problem: Staus vor dem Schulhof, stressiges Rangieren, genervte Eltern. Dabei sollen Kinder besser mit Fahrrad, Bus oder zu Fuß zum Unterricht kommen. Der Arbeitskreis „Sicherer Schulweg“ der Mengener Ablachschule hat dazu ein ganzes Bündel an Maßnahmen. Beim „Laufbus“ läuft eine Mutter den rund einen Kilometer langen Schulweg vom Stadtteil Ennetach mit den Schulkindern. Auf dem Schulwegplan, einem gehaltvollen DIN A4-Heft, sind in Zusammenarbeit mit der Polizei alle sicheren Schulwege penibel eingezeichnet. Und für Eltern, die partout den Nachwuchs mit dem Familien-PKW anliefern wollen, gibt es „Kiss an go“-Zonen: Parkpklätze in 200 bis 400 Metern Entfernung zur Schule, wo die Kids sicher aussteigen und den Rest des Schulwegs zu Fuß zurücklegen können.

Mit Flyern und Info-Abenden werben Konrektorin Stefanie Klein und ihre Kollegen für den Schulweg zu Fuß, mit den Bus oder ab der vierten Klasse mit dem Rad. Erfolg: Nur noch ein Viertel der Eltern bringt die Kinder im Auto vorbei – aber das sind für die 360 Schüler starke Ablach-Grundschule immer noch 90 Anfahrten. „Für unsere schmale Zufahrt zu viel“.

Neuerdings macht sich auch der städtische Arbeitskreis „Weg vom Auto“ Gedanken über das Thema. In einem Ideenwettbewerb kann jeder Vorschläge für den autofreien Schulweg in Mengen einreichen, online unter www.mengen.de > aktuelles. Eine charmante Idee hat sich übrigens nicht durchgesetzt, berichtet Klein: aufs Pflaster geklebte Fußspuren als Wegweiser für die Grundschulkinder. „Die achten dann nicht mehr auf den Verkehr“. Fortsetzung auf Seite 2

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