Neue Pläne für Rottuminsel - Wochenblatt

Neue Pläne für Rottuminsel
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3. August 2017
Sind von der neuen Herangehensweise (v.l.): Christian Neudeck (Activ-Group), Bürgermeister Andreas Denzel, Ralf Miller (Landratsamt), Annette Köpfler und Peter Wittmann (beide St.-Elisabeth-Stiftung) Foto: pam

Im Zentrum von Ochsenhausen soll ein Quartier für altersgerechtes Wohnen entstehen. Es ist Teil eines gemeinsamen Konzeptes der Stadtverwaltung, des Landkreises, der St. Elisabeth Stiftung sowie der Activ-Group aus Schemmerhofen. Das noch nicht fertige Konzept, zu dem auch geänderte Pläne für die Rottuminsel gehören, verbindet die Themenbereiche Pflege, Gesundheit und Alter.

ochsenhausen – „Das ist eine insgesamt hervorragende Lösung für unsere Bürger“, zeigte sich Ochsenhausens Bürgermeister Andreas Denzel bei einem Pressegespräch zum geplanten umfassenden Konzept begeistert. Das Konzept, das jetzt noch im Detail ausgearbeitet wird, sieht vor, die Themen Pflege, Gesundheit und Altern miteinander zu verbinden. Unter Einbeziehung der drei Standorte Bahnhofstraße/Schulstraße (Altenzentrum Goldbach), Rottuminsel sowie dem ehemaligen BayWa-Gelände soll so eine optimale pflegerische und gesundheitliche Versorgung der Bevölkerung gesichert werden. Und das mitten in Ochsenhausen, also „mitten im Leben“, wie Hauptamtsleiterin Tanja Oelmaier betont. Im Herbst ist die Vertragsunterzeichnung mit der St. Elisabeth Stiftung und der Activ-Group geplant. Außerdem soll dann auch die Bevölkerung mit eingebunden werden.

Betreiberwechsel

Teil des Konzeptes ist ein Betreiberwechsel beim Altenzentrum Goldbach, das die St. Elisabeth Stiftung ab Beginn des nächsten Jahres übernehmen soll. Für die Bewohner und Mitarbeiter soll sich dadurch vorerst nichts ändern. Insgesamt sollen so 16 zusätzliche stationäre Pflegeplätze, 15 neue Tagespflegeplätze, 15 zusätzliche betreute Wohnungen und 12 neue pflegenahe Wohnungen entstehen.

Für diese zusätzlichen Pflegeplätze muss die geplante DRK-Rettungswache auf der Rottuminsel weichen. Deren geplante Ansiedlung sorgte im vergangenen Herbst teilweise für Diskussionen (WOCHENBLATT-Ausgabe vom 17.11.2016). „Mit diesem Filetstück Rottuminsel gehört sorgsam geplant. Ich persönlich bin erleichtert, dass das befürchtete Worst-Case-Szenario (Rettungsstelle steht, alles andere noch unklar) nicht eingetreten ist“, zeigt sich ein örtlicher Gewerbetreibender erfreut über die neuen Pläne.

Vor allem mit Blick auf die Rottuminsel betonte auch Ralf Miller vom Landratsamt, dass man schon längere Zeit im Thema unterwegs wäre und schon „ein paar Hürden aus dem Weg räumen“ musste. Sein oberstes Ziel beim gesamten Konzept ist es, alle Angebote der alten Kreisklinik in die Innenstadt zu verlagern und dort zusätzliche Angebote zu schaffen.

Maßgeblich beteiligt an dem Konzept ist die Activ-Group aus Schemmerhofen, die bereits eine große Erfahrung in solchen Quartiersentwicklungen hat.

„Für uns war es entscheidend, dass es um mehr als um den Betrieb eines Pflegeheims geht. Es geht darum, eine Stadt mit zu gestalten“ – so erklärte Peter Wittmann von der St. Elisabeth Stiftung, warum das Konzept „Gut alt werden in Ochsenhausen“ für sie so attraktiv ist. Außerdem seien sie selbst in der Region beheimatet.

Patrick Müller

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