Schulstart: Endlich geht‘s los! - Wochenblatt

Schulstart: Endlich geht‘s los!
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14. September 2017
Voller Vorfreude – die neuen Erstklässler der Birkendorf Grundschule Foto: pam

Für die meisten neuen Erstklässler im Landkreis war der gestrige Mittwoch der Tag, auf den sie sich seit Wochen freuten – ihr erster Schultag. Auch in der Birkendorf-Grundschule in Biberach. Die Gefühlslage beim Schulamt Biberach dagegen ist derzeit eine komplett andere – das muss mit dem sich zuspitzenden Lehrermangel zurechtkommen.

Biberach/Landkreis – „Herzlich willkommen, ihr lieben Leute. In unserer Schule begrüßen wir euch heute“ – mit dieser Liedzeile, gesungen von den Drittklässlern, wurden die neuen Erstklässler und ihre Famillien bei der Einschulungsfeier der Birkendorf Grundschule in Biberach begrüßt. Ein warmer Empfang, der den Schulanfängern gleich ein Lächeln ins Gesicht zauberte. Bei vielen waren Neugierde und Vorfreude auf das Neue zu spüren. Die letzten Kinder, die am Anfang Zweifel hatten, was denn wohl jetzt auf sie zukommt, beruhigte Konrektorin Simone Götz: „Auch eure Eltern, Großeltern und wir Lehrer standen mal so neugierig am Anfang unserer Schullaufbahn, ohne zu wissen, was uns erwartet.“ Vermutlich waren viele der Eltern und Verwandten eh aufgeregter als die Schulanfänger selbst.

Im starken Kontrast zur unbeschwerten Freude der neuen Erstklässler stehen die Probleme, mit denen das Staatliche Schulamt Biberach (zuständig für die Landkreise Biberach, Alb-Donau und die Stadt Ulm) derzeit, und voraussichtlich auch in den nächsten Jahren, zu kämpfen hat: Bei steigenden Schülerzahlen gibt es immer weniger Lehrer. Um trotzdem für alle Schüler den Unterricht organisieren zu können, wurde der Klassenteiler heraufgesetzt. Das bedeutet zum Beispiel in der Grundschule, wo das Problem besonders gravierend ist, dass eine Klasse erst bei mehr als 30 Kindern geteilt wird. Außerdem kann es auch dazu kommen, dass noch nach Schulbeginn Klassen zusammengelegt werden.

Brisantes Thema

Bis zum gestrigen Mittwoch hatten die Schulen Zeit, dem Schulamt die genauen Schülerzahlen zu melden. Bis zum Montag, 18. September, entscheidet das Schulamt, welche Klassen zusammengelegt werden müssen. Das Schulamt betont, dass ihm die Brisanz des Themas bewusst sei, aber man müsse auch an die Schulen denken, die zu wenig Lehrer haben. In den drei Kreisen werden insgesamt etwa 60 Klassen von der Zusammenlegung betroffen sein.

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