Wie klein wir eigentlich sind - Wochenblatt

Wie klein wir eigentlich sind
Empfehlung

12. Oktober 2017
Von Oktober bis März öffnet die Sternwarte mittwochs und freitags ab 20 Uhr zur Nachtbeobachtung

Wer sich für den Sternenhimmel und das Universum interessiert, ist im Planetarium in Laupheim goldrichtig. Vom Planetenweg über Sternenshows bis hin zur hauseigenen Sternenwarte gibt es hier zahlreiche Möglichkeiten, sich über die leuchtenden Himmelskörper zu informieren.

laupheim – Sterne haben seit jeher in allen Kulturen eine wichtige Rolle gespielt und die menschliche Vorstellung inspiriert. Sie wurden religiös interpretiert und zur Kalenderbestimmung benutzt oder dienten als Navigationssterne der Orientierung. Kein Wunder also, dass sie uns Menschen schon immer faszinierten.

Vom kleinen Verein zum großen Planetarium

Diese Faszination kann Werner Kiesle absolut verstehen. Bereits im Kindesalter begann er, sich für die leuchtenden Himmelskörper zu interessieren. Heute arbeitet er bei der Sternenwarte in Laupheim. Als Mitinitiator kann er sich noch ganz genau daran erinnern, wie aus einem kleinen Verein von interessierten Schülern ein Planetarium mit über 30 000 Besuchern im Jahr wurde.

Als er 13 Jahre alt war und das Carl-Lämmle-Gymnasium in Laupheim besuchte, besaß die Schule noch die Sternenwarte, die heute dem Planetarium gehört. „Ich bin abends sehr oft dorthin, um die Sterne zu beobachten. Daraus hat sich dann mit der Zeit eine Jugendgruppe entwickelt.“ Das war der Beginn des Vereins Volkssternwarte Laupheim, der am 1. Mai 1975 gegründet wurde.

Die Schüler im Alter zwischen zehn und 15 Jahren trafen sich wöchentlich um gemeinsam den Sternenhimmel zu erkunden. „Damals haben wir mit einem Schwarz-Weiß-Buch angefangen“, erinnert er sich, „heute haben wir riesige Detail-Aufnahmen in Farbe.“

Der einzige Nachteil: Die Sternenbeobachtung war nur nachts und bei klarem Himmel möglich. Dazu kam, dass nur die Schüler des Gymnasiums Zugang zur Sternenwarte hatten. „Um das zu ändern, erkundigten wir uns beim damaligen Bürgermeister nach der Möglichkeit, ein kleines Planetarium in Laupheim zu errichten.“

Durch dessen Engagement und mit Unterstützung einiger Sponsoren konnte das Planetarium 1990 fertiggestellt werden – ein Erfolg für die Schüler und eine Freude für alle Bürger im Umkreis. Dort wird der Sternenhimmel mehrmals in der Woche mit Projektoren an eine zehn Meter große Kuppel projiziert.

Momentan können sich die Besucher von dem Programm „Das unsichtbare Universum“ verzaubern lassen.

Regelmäßige Sternen- und Sonnenbeobachtung

Wer den Sternenhimmel lieber in Echtzeit und genauer unter die Lupe nehmen will, ist in der Sternenwarte genau richtig: Hier finden mittwochs und freitags ab 20 Uhr Nachtbeobachtungen statt. In den Sommermonaten wird sonntags die Sonne beobachtet.

Auch wenn sich in den vergangenen Jahren vieles geändert hat und die Technologien weiterentwickelt wurden – manche Dinge bleiben gleich: „Ich beobachte immer noch gerne den Sternenhimmel. Es ist einfach unfassbar, wie klein wir hier auf der Erde sind, im Gegensatz zum riesigen Universum.“

Wir verlosen auf unserer Instagram-Seite einen Stern des Sternbilds Stier, welches mit bloßem Auge gut zu beobachten ist. Eine Sternpatenschaft dauert drei Jahre. Mehr Informationen zum Planetarium und einer Sternpatenschaft unter www.planetarium-laupheim.de.

Joy Garcia Oliver

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