Gartenschau muss noch wachsen - Wochenblatt

Gartenschau muss noch wachsen
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19. Oktober 2017
Michael Hensch zeigt wo die Landesgartenschau stattfinden könnte Foto: Specht

Eine Idee, über die noch Uneinigkeit herrscht: Die Stadt Tuttlingen will sich um die Landesgartenschau für den Zeitraum 2026 bis 2030 bewerben. Vergangene Woche trafen sich deswegen die Mitglieder des technischen Ausschusses mit dem Gemeinderat zu einer ersten Abstimmung.

Tuttlingen – „Es soll eine einstimmige Entscheidung sein“, erklärt Oberbürgermeister Michael Beck. Eine besondere Chance sieht er dabei für die Reaktivierung der Brachflächen. Gerade im Bereich der Karl-Storz Straße gebe es diesbezüglich noch Bedarf. Auch die Anbindung des Gewerbegebietes Brenner in Nendingen soll bei dem Projekt miteinbezogen werden. Der große Schwerpunkt des Vorhabens läge allerdings an der Donau.

Auch Michael Hensch, Umweltbeauftragter der Stadt, sieht die Chancen einer Landesgartenschau: „Es würde in der Stadt sicherlich viele neue Impulse setzen“.

Im Technischen Ausschuss herrscht allerdings noch keine Einigkeit. So betonte Michael Seiberlich (CDU): „Wir haben keinen Geldscheißer – aber jede menge Kosten“. Auch Hans-Martin Schwarz (LBU) steht dem Vorhaben noch kritisch gegenüber: „Die Investitionen für eine Landesgartenschau dürfen nicht zu Lasten von Bildungsinvestitionen gehen“. Hellmut Dinkelaker von der SPD sieht das Projekt grundsätzlich positiv. Allerdings müsse man den Bereich noch mehr konkretisieren. Das Gebiet von Möhringen über Tuttlingen bis nach Nendingen sei zu groß.

Auch Rottweil möchte sich bewerben. Vielen gefiel nicht, dass das Planungsbüro Senner bei der Bewerbung Tuttlingen und auch Rottweil betreut.

Dabei besteht die Chance für eine Landesgartenschau in beiden Städten. „Es ist nicht ausgeschlossen, vordergründig bei der Entscheidung sind die Konzepte“, betont Jürgen Wippel, Pressesprecher des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg. „Wichtig ist, dass auch die Bürgerschaft mit eingebunden wird“.

Bei der Abstimmung stimmten sieben Mitglieder dafür, weiter an der Bewerbung zu arbeiten. Elf enthielten sich. Es gab keine Gegenstimmen. Die endgültige Entscheidung fällt der Gemeinderat am Montag, 23. Oktober. Sollte die Mehrheit dafür sein, gibt es am Freitag, 10. November, eine Informationsveranstaltung für die Bürger..

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