Nach dem Crash aufs Treppchen - Wochenblatt

Nach dem Crash aufs Treppchen
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20. Juli 2017
An den Hockenheim-Ring hat Christian Ladurner ganz besondere Erinnerungen. Foto: pm

Jung, grün und schnell – das Motto des Tuttlinger Motorsportteams „Greenlion“ ist Programm. Dieser Tage fuhr Rennfahrer Christian Ladurner den ersten Klassenplatz am Nürburgring heraus.

Tuttlingen – „Motorsport war schon immer mein Traum“, erzählt Ladurner. 2011 gründete der Geschäftsführer des gleichnamigen Autohauses sein Rennteam Greenlion. Der 33-Jährige fährt aktuell in der Spezial Tourenwagentrophy (STT), einer Rennserie im Rahmenprogramm der ADAC GT Masters.

Alles begann vor sieben Jahren in Hockenheim – damals aber längst nicht so professionell wie heute. Wenn er an sein erstes Rennen zurückdenkt, muss er heute noch schmunzeln: „Ich als absoluter Anfänger, von Tuten und Blasen keine Ahnung, zwischen lauter Profis“. Damals fuhr er mit einem bisschen Werkzeug, vier Ersatzreifen, einem Bundeswehrzelt und einem geliehenen Sprinter an die Rennstrecke. „Andere sind mit ganzen LKW-Zügen und einer Mechaniker-Mannschaft aufgefahren“, erinnert er sich.

Sein erster Rennwagen, ein Seat Leon Supercopa MK1 mit 250 PS, eignete sich gut zum Einstieg. Im Laufe der Jahre wechselte der Rennfahrer mehrmals sein Gefährt, und die PS-Zahlen stiegen. Im Moment ist er mit einem V8 STAR unterwegs, der mit seinen 700 PS auf jeder Rennstrecke eine gute Figur macht.

Von seinen vielen Rennen ist Christian Ladurner eines ganz besonders in Erinnerung geblieben: „Hockenheim 2014: Ein ganzer Bus voller Freunde hat mich besucht. Gleich in der ersten Runde im Qualifying fuhr ich dann wegen starken Regens gegen eine Mauer“. Der Schock war groß, denn genau an dieser Stelle, in der Sachskurve, saßen seine Fans. Glück im Unglück: Christian Ladurner blieb unverletzt – was man von seinem Auto nicht behaupten konnte. In einer Rekordzeit von vier Stunden bastelte sein Team das Auto wieder zusammen. Am Ende kam er dann sogar auf den zweiten Gesamtplatz. „Das war auch mein erstes Treppchen“, erzählt er stolz.

Dass der Motorsport seine Leidenschaft ist, steht wohl außer Frage. „Mein Traum ist es, noch viele Jahre im Motorsport aktiv zu bleiben“, sagt der Rennfahrer. Auch welches seine Lieblingsstrecke ist, muss Christian Ladurner nicht lange überlegen: „Spa Francochamps – mit der bekannten Eau Rouge, die faszinierendste und gefährlichste Kurve der Welt. Ich liebe diese Rennstrecke!“

Ein wirkliches Ritual hat der 33-Jährige vor seinen Starts zwar nicht, aber er schafft es jedes Mal, alle aus seinem Team nervös zu machen. „Und dann, kurz bevor es losgeht muss ich immer auf die Toilette“, erzählt er schmunzelnd.

Spätestens am Start hat sich die Nervosität aber gelegt.

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