„Stimmung war der Wahnsinn!“ - Wochenblatt

„Stimmung war der Wahnsinn!“
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16. November 2017
Hintere Reihe von links: Marco Steffan, Roland Hutter, Antonio Henning, Thorsten Hipp, Marc Schwarz,Reiner Schilling, Milorad Perazic und Anika Rössel. Vordere Reihe von links: Berd Schneider, Frank Schilling, Benjamin Wille, Björn Burandt und Silvio Prestifilippo. Foto: pm

Einmal quer durch alle fünf Stadtbezirke von New York, angefeuert von fast einer Million Menschen – ein Ereignis, das Anfang November elf Läufer aus dem Kreis Tuttlingen erleben durften. Sie waren Teilnehmer beim New-York-City-Marathon.

Tuttlingen / New York – „Der Marathon war zwar im November, aber das Training begann schon viel früher“, erzählt Silvio Prestifilippo. Er und zehn weitere Teilnehmer aus dem Kreis Tuttlingen (neun Männer und eine Frau) starteten zusammen beim New-York-City-Marathon.

Eisern wurde dafür trainiert – vier Mal die Woche. Meistens alleine, manchmal aber auch in der Gruppe. „Wir versuchten, uns immer am Sonntag zu treffen, um gemeinsam zu trainieren“, sagt Silvio Prestifilippo. Die Trainingsläufe waren höchstens 37 Kilometer lang. Die volle Distanz liefen die Teilnehmer erst am Wettkampftag.

Am 4. November wurde es ernst. Zusammen mit fast 50 000 Läufern standen die Tuttlinger am Startpunkt. „Die Stimmung war einfach der Wahnsinn, man wird von den Zuschauern total motiviert“, schildert Silvio Prestifilippo.

Dann ging es los. 42,195 Kilometer quer durch New York. „Man muss aufpassen, dass man sich von den Zuschauern nicht zu sehr mitreißen lässt und seine ganze Energie schon in den ersten Kilometern verpulvert“, sagt Prestifilippo.

Neben den Teilnehmern und ihren Fans reiste auch Physiotherapeut Berd Schneider mit. Dieser sei goldwert gewesen. Mit dabei war auch Marco Steffan von „Athletes for Charity“. Er begleitete einen taub-blinden Marathonläufer durch die Strecke.

Der schnellste der elf Läufer aus dem Kreis war Benjamin Wille. Er erreichte die Ziellinie nach weniger als vier Stunden. Aber auch Silvio Prestifilippo erreichte eine gute Zeit und war zufrieden mit seiner Leistung. „Ich wollte gerne schneller als vier einhalb Stunden sein“, erzählt er. Am Ende wurden es dann vier Stunden und neun Minuten.

Mit vielen schönen Erinnerungen ging es dann zwei Tage nach dem Marathon wieder zurück in die Heimat. So war sogar noch ein bisschen Sightseeing im „Big Apple“ möglich.

Wann und wo er den nächsten Marathon läuft, weiß der Inhaber der Telefonhauses aber noch nicht. „Es war ein wahnsinnig schönes Erlebnis, ob ich nächstes Jahr noch einmal mitlaufe, steht aber noch in den Sternen.“

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