Unsere Bürgermeister im Netz - Wochenblatt

Unsere Bürgermeister im Netz
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27. Juli 2017
Hans Jörg Henle, der Oberbürgermeister der Stadt Leutkirch, ist ebenfalls auf Facebook unterwegs FOTO: JOY

Spätestens seit Donald Trump ist klar: Soziale Medien werden auch für Politiker immer wichtiger. Doch was halten die Bürgermeister aus den umliegenden Gemeinden von Facebook und Co.? Wir haben nachgefragt.

• Dieter Krattenmacher, Bürgermeister von Kißlegg:

„Ich bin als Privatperson bei Facebook und XING. Als Bürgermeister einer 9 000 Einwohnergemeinde ziehe ich den direkten und persönlichen Kontakt vor.“

• Clemens Moll, Bürgermeister von Amtzell:

„Ich selbst habe zwar ein Facebook-Profil, nutze das aber nur privat. Die Gemeinde Amtzell hat jedoch einen Facebook-Auftritt unter „Amtzell – meine Gemeinde“ und dieser wird von mir beziehungsweise unserem Hauptamtsleiter gepflegt. Wir nutzen es um auf Veranstaltungen und wichtige Hinweise aufmerksam zu machen. Darüber hinaus gibt es dort aber auch mal kurze, schnelle Infos. Bislang haben wir durchweg positive Erfahrungen damit gemacht, da man zu bestimmten Themen auch schnelle Rückmeldungen aus der Bürgerschaft bekommen kann. Viele Bürgerinnen und Bürger aber auch Gäste schreiben uns immer wieder über Facebook an. Insgesamt lässt sich sagen, dass es ein wichtiger Kanal in unserer Öffentlichkeitsarbeit ist.“

• Hans-Jörg Henle, Oberbürgermeister von Leutkirch:

„Ich bin sporadisch auf Facebook aktiv und verfolge immer mal wieder, welche Themen dort diskutiert und kommentiert werden. Ich bediene den Account selbst, wobei ich immer wieder Unterstützung von meinen Kindern bekomme. Die Leutkircher-Facebookseite bedienen Thomas Stupka und ich gemeinsam. Man kann über Facebook schnell und einfach sehr viele Menschen erreichen und über Themen informieren, die einem wichtig sind.“

• Roland Sauter, Bürgermeister von Argenbühl:

„Ich war und bin nicht auf sozialen Netzwerken aktiv, weder bei Facebook, Twitter oder Instagram. Ich habe noch nie das Bedürfnis verspürt, meine Ansichten und Meinungen sowie mein Privatleben über solche Plattformen mit allen zu teilen. Ich schätze das persönliche Gespräch mehr und investiere meine Zeit lieber in tatsächliche Begegnungen und den persönlichen Austausch.“

Daumen hoch!

Kommentar von Patrick Müller

Sei es der Präsident der Vereinigten Staaten oder der Fußballverein auf dem Dorf – sie alle nutzen gezielt die Möglichkeiten der Sozialen Medien, wie Twitter, Facebook und Co., um mit ihren Anhängern in Kontakt zu treten. Die Bürgermeister unserer Region sind da zwar oft noch etwas zurückhaltender (Bericht Seite 1), aber in irgendeiner Form sind sie selbst oder die Gemeinde dort meist auch aktiv. Und das ist auch gut so.

Natürlich betonen alle, wie wichtig für sie der direkte persönliche Kontakt zu den Bürgern ist. Aber das eine schließt das andere ja nicht aus. Zumal die Vorteile von Facebook und Co. – etwa schnell und einfach viele Leute zu erreichen – nicht von der Hand zu weisen sind. In Zeiten, in denen vor allem junge Menschen mindestens alle zwei Stunden ihren Facebook-Verlauf checken, schadet es nicht, wenn man mit den neuesten Nachrichten aus der Gemeinde dort auch auftaucht. Zumal man so auch Bürger erreicht, die vielleicht nicht unbedingt das Gemeindeblatt lesen oder zu Bürgerversammlungen gehen. Daher: Ein großes „Gefällt mir“ für alle Bürgermeister, die auch hier mit der Zeit gehen.

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