Verein fühlt sich allein gelassen - Wochenblatt

Verein fühlt sich allein gelassen
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20. Juli 2017
Nur noch fünf Monate können Hundebesitzer mit ihren Vierbeinern das Einmaleins des Hundebenimms im Auwiesenweg trainieren. Foto:vio

Kurz vor seinem jährlichen Großereignis, einem internationalen Turnier über zwei Wochenenden, ist für den Sporthundeverein Wangen nicht klar, ob es in Zukunft weitere solcher Wettbewerbe und den Verein überhaupt noch gibt. Die Stadt hat 2016 den Pachtvertrag für das Gelände am Auwiesenweg zum Ende dieses Jahres gekündigt. Ein neues Trainingsgelände ist auch nach intensiver Suche nicht in Aussicht.

Wangen – Seit rund 50 Jahren nutzen und schätzen die knapp 40 Vereinsmitglieder und eine große Anzahl wechselnder Kursteilnehmer das rund 6 000 Quadratmeter große stadteigene Gelände am Auwiesenweg. Im Rahmen der Stadtteilentwicklung und der Landesgartenschau soll es umgestaltet und teilweise renaturiert werden. Die ersten Arbeiten beginnen 2018.

„Wir fühlen uns von der Stadt alleine gelassen“, sagt Vorsitzende Nadine Lindner frustriert. Nachdem dem Verein vor einem Jahr die Kündigung ins Haus geflattert war, hatte die Stadtverwaltung den Hundefreunden zwar ein anderes Grundstück an der Isnyer Straße am Ortsausgang angeboten. Doch das Gelände stellte sich als ungeeignet heraus. „Wir sind im Kontakt mit dem Verein und versuchen ihm zu helfen, aber wir haben kein passendes Grundstück in städtischem Besitz“, erklärt Armin Bauser vom Liegenschaftsamt der Stadt. Da hilft auch eine zugesagte finanzielle Unterstützung in Höhe von maximal 6 000 Euro für den Neustart wenig.

Natürlich haben sich die Vereinsmitglieder auch selbst auf die Suche gemacht und angebotene Grundstücke in Deuchelried, bei der Praßbergmühle und in Argenbühl angeschaut. Doch immer wieder das gleiche Problem: Die Areale befinden sich im Außenbereich oder gar im Naturschutzgebiet. Eine Unterstellmöglichkeit für Geräte und Hindernisse in einem Container und ein fester Zaun sind dort nicht möglich – von einem Strom- und Wasseranschluss, einer Zufahrt und Parkmöglichkeiten ganz zu schweigen.

„Wir sind uns bewusst, dass wir so ein Gelände wie am Auwiesenweg nicht mehr bekommen werden“, sagt Nadine Lindner. Um den Fortbestand des Vereins zu gewährleisten, könnten sich die Hundefreunde mittlerweile auch mit einem nur noch rund 2 000 Quadratmeter großen Trainingsgelände ohne Strom und Wasser arrangieren. Sogar eine vorübergehende Lösung oder dass sich der Sporthunde-Verein ein Gelände mit einem anderen Verein teilt, wäre für Lindner vorstellbar. Das hat die Vereinsvorsitzende auch Ende Juni an OB Michael Lang geschrieben.

Sie und ihre Mitstreiter hoffen jetzt darauf, dass ein weiteres Gespräch mit dem OB Anfang August sie der Lösung ihres Problems wirklich näher bringt.

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