LANDKREIS BIBERACH — Seit 26. März 2021 gilt im Landkreis Biber­ach die „Notbrem­se“ entspre­chend der Corona-Verord­nung des Landes. Trotz­dem ist die Inzidenz weiter­hin merklich angestie­gen. Am vergan­ge­nen Samstag, 10. April 2021 wurde der Inzidenz­wert von 150 je 100.000 Einwoh­nern erstmals mit einer Inzidenz von 154,5 überschrit­ten. Nachdem der Inzidenz­wert auch am Sonntag, 11. April 2021 (161,0) sowie heute (12. April 2021) weiter gestie­gen ist, ist der Landkreis gezwun­gen eine nächt­li­che Ausgangs­be­schrän­kung anzuord­nen. Sie gilt für den Landkreis Biber­ach ab Mittwoch, 14. April 2021, 0:00 Uhr, also ab Mitter­nacht von Diens­tag auf Mittwoch. Die Ausgangs­be­schrän­kung gilt jeweils zwischen 21:00 und 5:00 Uhr. 

Rechts­grund­la­ge für diese Entschei­dung ist die Corona-Verord­nung des Landes. Sie sieht Ausgangs­be­schrän­kun­gen dann vor, wenn alle bislang getrof­fe­nen Beschrän­kun­gen nicht ausrei­chen, um das Infek­ti­ons­ge­sche­hen wirksam einzu­däm­men. Das Minis­te­ri­um für Sozia­les und Integra­ti­on Baden-Württem­berg hat in einem Schrei­ben an die Landkrei­se mitge­teilt, dass jeden­falls ab einer Inzidenz von 150 je 100.000 Einwoh­nern nächt­li­che Ausgangs­be­schrän­kun­gen zu verhän­gen sind.

Dr. Monika Spannen­krebs, Leite­rin des Gesund­heits­am­tes dazu: „Wir beobach­ten im Landkreis Biber­ach ein exponen­ti­el­les Wachs­tum bei den Infek­ti­ons­zah­len. Es gibt aktuell kein größe­res Ausbruchs­ge­sche­hen in einer Einrich­tung, statt­des­sen sind es fast ausschließ­lich viele kleine­re Infek­ti­ons­ket­ten und Ausbrü­che vorwie­gend in Famili­en. Es handelt sich eindeu­tig um ein diffu­ses Infek­ti­ons­ge­sche­hen. Die Belegungs­zah­len in der Sana Klinik in Biber­ach steigen dementspre­chend ebenfalls an. Die Klinik berich­tet zudem, dass es für sie immer schwie­ri­ger wird, Inten­siv­pa­ti­en­ten in die größe­ren Klini­ken der Umgebung zu verle­gen, weil dort die Zahlen auch steigen. Die Lage ist sehr besorgniserregend.“

„Die recht­lich zwingen­den Vorga­ben des Landes und die aktuel­le Lage im Landkreis lassen uns momen­tan keine andere Wahl, als die Allge­mein­ver­fü­gung für nächt­li­che Ausgangs­be­schrän­kun­gen zu erlas­sen. Wir hoffen, dass wir mithil­fe der nächt­li­chen Ausgangs­be­schrän­kung die Inzidenz in den kommen­den Tagen und Wochen wieder senken können. Ich kann daher nur alle bitten, sich an die gelten­den Regeln zu halten. Das gilt nicht nur für das Privat­le­ben, sondern auch für das Arbeits­le­ben.“, appel­liert Landrat Dr. Heiko Schmid. Darüber hinaus richtet er sich an die Unter­neh­men im Landkreis: „Bitte stellen Sie Ihren Mitar­bei­te­rin­nen und Mitar­bei­tern Möglich­kei­ten zum Testen bereit. Achten Sie darauf, dass die Mitar­bei­te­rin­nen und Mitar­bei­ter beispiels­wei­se nicht in Großraum­bü­ros arbei­ten, sondern bieten statt­des­sen, wo irgend­wie möglich, Homeof­fice an. Gleich­zei­tig möchte ich die Mitar­bei­te­rin­nen und Mitar­bei­ter bitten, diese Angebo­te auch entspre­chend anzuneh­men und sich regel­mä­ßig testen zu lassen.“

Die Ausgangs­be­schrän­kun­gen ab Mittwoch, 14. April 2021, 0 Uhr im Einzelnen
Der Aufent­halt außer­halb der Wohnung oder sonsti­gen Unter­kunft ist ab Mittwoch, 14. April 2021, 0 Uhr, in der Zeit von 21 bis 5 Uhr nur bei Vorli