Der Teil-Lockdown trifft die Kultur­bran­che erneut beson­ders hart. Jetzt aber soll es unmit­tel­bar und unbüro­kra­tisch finan­zi­el­le Unter­stüt­zung für Solo-Selbst­stän­di­ge geben. Natalia Wörner hofft auf eine schnel­le Umsetzung.

Betrof­fen seien schließ­lich nicht nur die Schau­spie­ler und alle, die auf einer Bühne stehen, sondern auch die Menschen hinter den Kulis­sen — von den Masken­bild­nern bis zum Catering.

Wie hart der Lockdown im Frühjahr die Branche getrof­fen hat, bekam Wörner selbst zu spüren: «Es war eine Vollbrem­sung.» Von jetzt auf gleich sei gar nichts mehr gelau­fen, sagte sie. «Ich hatte inner­halb von acht Monaten gerade einmal sechs Drehta­ge. Und das ist sehr außer­ge­wöhn­lich.» So seien neue Drehar­bei­ten für «Die Diplo­ma­tin» in Rom ins kommen­de Jahr verscho­ben worden. 2021 wird sie zudem in einem Film eine Ärztin spielen, die sich mit dem Corona­vi­rus infiziert.

Während des ersten Lockdowns initi­ier­te die Schau­spie­le­rin mit Mitstrei­tern die Initia­ti­ve #sicher­heim, die sich gegen häusli­che Gewalt richtet — gerade in der Corona-Krise ein größer werden­des Problem. Wörner hofft, dass die Initia­ti­ve Betrof­fe­nen Mut macht, Angst und Scham zu überwin­den und sich Hilfe zu suchen.

Durch die Aktion — an der sich unter anderem Designer Guido Maria Kretschmer und Schau­spie­ler Jan Josef Liefers betei­li­gen — war Geld gesam­melt worden, das an Frauen­häu­ser und Beratungs­stel­len gespen­det wurde.