Ein Meister­ti­tel ist in vielen Handwerks­be­ru­fen Voraus­set­zung, um einen Betrieb führen zu können. Den Titel zu bekom­men, ist aller­dings weder leicht noch günstig. Eine Prämie soll Anerken­nung und Ansporn zugleich sein. Aber nicht alle bekom­men sie.

Zur bestan­de­nen Meister­prü­fung haben im vergan­ge­nen Jahr im Südwes­ten erstmals gut 2100 Handwer­ker die neue Meister­prä­mie erhal­ten. Das sind gut 80 Prozent aller Frauen und Männer, die 2020 ihre Prüfung erfolg­reich abgelegt und damit den Titel erwor­ben haben, wie der Handwerks­tag auf Anfra­ge mitteil­te. Die aus dem Landes­haus­halt gezahl­te Prämie in Höhe von 1500 Euro war zum 1. Mai des vergan­ge­nen Jahres einge­führt worden, galt aber rückwir­kend seit Jahres­be­ginn. Wer seinen Meister­ti­tel zwischen Anfang Januar und Ende April erwor­ben hatte, konnte das Geld also ebenfalls bekommen.

Gerade in Krisen­zei­ten zeige sich die Verläss­lich­keit des Handwerks und der beruf­li­chen Bildung, sagte Landes­hand­werks­prä­si­dent Rainer Reich­hold der Deutschen Presse-Agentur. «Die Meister­prä­mie ist ein wichti­ger Schritt, um die hohe Bedeu­tung der beruf­li­chen Bildung zu unter­stüt­zen», beton­te er. «Diese zeigt sich auch am großen Inter­es­se an der Meister­prä­mie — selbst im Pande­mie­jahr 2020.»

Mit der Prämie, die es in vielen anderen Bundes­län­dern schon länger gibt, sollen einer­seits Engage­ment und Leistung der Handwer­ker gewür­digt werden. Sie soll anderer­seits aber auch dazu beitra­gen, die mitun­ter hohen Kosten für die Ausbil­dung wenigs­tens teilwei­se zu erstat­ten, hatten Wirtschafts­mi­nis­te