BIBERACH – Wird die 112 gerufen, sind Notfall­sa­ni­tä­ter als erstes vor Ort. Bislang durften diese eigen­ver­ant­wort­lich keine schmerz­lin­dern­den Medika­men­te verab­rei­chen oder einen Asthma­an­fall medika­men­tös behan­deln. Das hat sich zum 1. Juli geändert: Seitdem dürfen und sollen Retter im Südwes­ten auch ohne Rückspra­che mit einem Notarzt definier­te Krank­heits­bil­der vor Ort behan­deln. So setzt das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Biber­ach diese neue Regelung, die so genann­te Vorab­de­le­ga­ti­on, um. 

Vorab­de­le­ga­ti­on bedeu­tet, dass der Arzt den Notfall­sa­ni­tä­tern im Voraus bestimm­te medizi­ni­sche Befug­nis­se erteilt, um heilkund­lich tätig zu werden. Dies ist bislang nur einem Arzt vorbe­hal­ten. „Es ist eine Freiga­be zur Behand­lung von definier­ten Krank­heits­bil­dern“, sagt Micha­el Mutsch­ler, der für den Rettungs­dienst beim DRK Biber­ach verant­wort­lich ist. „Wir befür­wor­ten das ganz klar, denn somit verkürzt sich das thera­pie­freie Inter­vall, den Patien­ten wird schnel­ler gehol­fen.“ Gerade im ländli­chen Raum, wo die Anfahrts­we­ge vergleichs­wei­se weit und Notärz­te ein rares Gut sind, sei die neue Regelung wichtig. 

Gleich­zei­tig bedeu­ten die neuen Befug­nis­se für die Notfall­sa­ni­tä